Über 140‘000 sagen bereits NEIN
Referendum gegen den Abbau bei der Arbeitslosenversicherung
140‘514 Schweizerinnen und Schweizer haben in nur drei Monaten das Referendum gegen die Abbaurevision bei der Arbeitslosenversicherung (AVIG) unterschrieben.
Sie sagen damit:
- NEIN zu Leistungsabbau auf dem Buckel der Schwächsten – gerade dann, wenn wir in der Krise stecken und ein guter Schutz am nötigsten ist
- NEIN zu Beitragserhöhungen nur für Normal- und Kleinverdiener
- NEIN zur ungerechten Finanzierung der Arbeitslosenversicherung, die hohe und höchste Einkommen schont
- NEIN zur Diskriminierung von jungen und älteren Arbeitslosen sowie von Wiedereinsteigerinnen
- NEIN zu einer Vorlage, die Kantonen und Gemeinden Mehrkosten bringt, weil die Leute schneller ausgesteuert und in die Fürsorge abgeschoben werden
- NEIN zu einer Revision, die nur zu Mehrbelastungen führt:
- Mehrbelastung durch höhere Lohnbeiträge im Umfang von 642 Millionen Franken
- Mehrkosten für Kantone und Gemeinden von weit über 100 Millionen Franken
- Mehrbelastung für die Arbeitslosen in der Höhe von 622 Millionen Franken.
Gleiche Beiträge für Abzocker!
Heute bezahlen die Top-Manager und Abzocker tiefere Beiträge als die normalen Arbeitnehmenden, denn für Einkommen von über 315'000 werden keine Beiträge mehr erhoben. Das ist absolut unverständlich. Wenn die Abzocker auch 2,2 Prozent ihres Lohnes an die Arbeitslosenversicherung bezahlen, dann ergibt dies Mehreinnahmen von 440 Millionen Franken. Die Behauptung des Bundesrats, ohne Leistungsabbau müssten die Arbeitnehmenden mehr bezahlen, ist nur ein billiger Abstimmungstrick. Die Wahrheit ist: Wenn die Abzocker endlich gleich viel zahlen wie die normalen Leute, dann braucht es weder Leistungsabbau noch höhere Beiträge als sie der Bundesrat in der Revision des Arbeitslosengesetzes vorschlägt.
Das breite Bündnis „NEIN zum Abbau bei der Arbeitslosenversicherung“ hat am 6. Juli bei der Bundeskanzlei weit mehr als die benötigten Referendumsunterschriften eingereicht. Der überwältigende Erfolg der Unterschriftensammlung zeigt, dass die Vorlage in allen Landesteilen auf Ablehnung stösst. Das Bündnis ist überzeugt, dass das Stimmvolk am 26. September die unausgewogene und unausgegorene Revision bachab schickt.
Dem Bündnis „NEIN zum Abbau bei der Arbeitslosenversicherung“, das vom SGB koordiniert wird, gehören Gewerkschaften, Parteien, Arbeitslosenorganisationen sowie weitere sozialpolitisch sensible Organisationen an. Mitgliedsorganisationen bisher sind: SGB- und Travail-Suisse-Verbände, KV Schweiz, Gewerkschaftsjugend, SP, Grüne, EVP, CSP, PdA, Juso, Junge Grüne, Arbeitslosenkomitees, Referendumskomitee „Nein zum Abbau der ALV“, SAJV, SAH. Die Adresse für die gemeinsame Webseite lautet: www.avig-online.ch.
SGB/Unia, 06.07.2010
Unterschriftenzahlen
Unia 32‘517
SEV 5‘194
SSP-VPOD 4‘644
Comedia 1‘701
Diverse SGB-Verbände 13‘092
(darunter garaNto mit 384 Unterschriften)
SGB gesamthaft 57‘154
Syna 17‘782
Angestellte Schweiz 5‘466
SCIV 2‘623
Transfair 2‘737
Diverse Travail-Suisse-Mitgliederorganisationen 10‘955
Travail Suisse gesamthaft 39‘563
SP Schweiz 30‘492
Arbeitslosenkomitees 7‘886
Grüne 3‘115
Diverse (CSP, SAH usw.) 2‘304
Total 140‘514
Erstellt am 23.07.2010

