1.-Mai-Feiern an über 50 Orten in der ganzen Schweiz

28.05.2015

An über 50 Orten der Schweiz haben am Freitag, 1. Mai 2015, dem Tag der Arbeit,  trotz Dauerregens Zehntausende für „Soziale Gerechtigkeit statt Ausgrenzung“ demonstriert.

 

Unter dieses Motto hat der SGB die diesjährigen 1.-Mai-Feiern gestellt. Statt Ausgrenzung  von Ausländern/-innen und von Sozialhilfe- oder IV-Bezügern-/innen verlangt der SGB gute Löhne und Renten, gute Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und Lohngleichheit.

 

In Romanshorn prangerte SGB-Präsident Paul Rechsteiner an, „was uns da als Konsequenz der Frankenkrise verklickert wird: Neue, noch weitergehende Steuersenkungen für die Unternehmen, weniger Arbeitnehmerschutz, keine Massnahmen gegen Lohndumping, obwohl das Lohndumpingrisiko mit dem überbewerteten Franken noch einmal stark gestiegen ist, und Staatsabbau, sprich Verschlechterung öffentlicher Leistungen. Bezahlen sollen das einfache Volk und die Lohnabhängigen.“ Teil des Programms dagegen sei auch die Erbschaftssteuer, die angesichts der immer grösseren Vermögensungleichheit dringend nötig sei.

 

Die grösste Kundgebung fand in Zürich statt. SEV-Präsident Giorgio Tuti kritisierte vor 10‘000 Teilnehmenden die „Altersvorsorge 2020“: „Dieses Projekt will die Leistungen der AHV gar noch verschlechtern: mit einem höheren Rentenalter für die Frauen und indem der Teuerungsausgleich in Frage gestellt wird. Da machen wir nicht mit! Vielmehr ist es an der Zeit, die Renten zu verbessern. Aus diesem Grund verlangen wir mit „AHV plus“ einen Zuschlag von 10%.“

 

Klassenkampf von oben

In Basel prangerte  Unia-Co-Präsidentin Vania Alleva den Klassenkampf von oben an: „Immer noch mehr Markt, immer extremere Ungleichheit führen zu noch mehr Ausgrenzung. Das Resultat ist ein unmenschlicher Kampf, jeder gegen jede. Die sozial Schwachen fallen aus allen sozialen Sicherungsnetzen. Ältere Arbeitnehmende, schlecht Gebildete und Migrantinnen werden auf dem Arbeitsmarkt massiv diskriminiert. Sans-papiers und ihre Familien werden ganz aus der Gesellschaft verstossen.“ Die Gewerkschaften dagegen träten ein für eine gerechte Besteuerung der Riesenvermögen, für die Lohngleichheit und gegen neue Diskriminierungen.

 

In Bern attackierte Unia-GL-Mitglied Corrado Pardini den Beschluss des Nationalbankdirektoriums, „den Franken ganz in die Hände der Spekulanten zu legen. Das wird viele Arbeitsplätze kosten – und Tausenden von Familien die Existenz.“ Deswegen müssten „wir dazwischen gehen.“

 

SGB, E.A. (01.05.2015)

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