Aussergewöhnliches Jahr

Das nicht nur vom unüblich sonnigen und milden Wetter her aussergewöhnliche Jahr 2015 gehört bereits wieder der Vergangenheit an. Gerne nutze ich hier die Gelegenheit, auf wichtige Geschehnisse des vergangenen Jahres zurückzublicken und das Jahr nochmals kurz Revue passieren zu lassen sowie einen Blick ins neue Jahr zu richten.

Auch 2015 war Garanto mit unzähligen Geschäften gefordert, unter anderem in diversen Arbeitsgruppen, Aussprachen, Sitzungen im In- und teilweise sogar Ausland (Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ) um nur einige unserer Engagements zu nennen. Einige grosse Geschäfte konnten abgeschlossen werden, etwa die Reorganisation der OZD, welche bis zum Schluss für Garanto u.a. auch durch Bernd Talg betreut wurde. Andere, wie die ganzen Sparübungen, die erst noch vollumfänglich durch die Verwaltung umzusetzen sind, werden Garanto noch länger beschäftigen. In diesem Bereich hat Garanto bereits viel unternommen, u.a. vielbeachtete Kundgebungen vor Ort, verstärkte Kontakte mit den Wirtschaftsverbänden, Gespräche und Lobbying mit Partnern in Verwaltung und Politik, Presse usw. Garanto hat früh und klar Stellung bezogen. Nun werden wir mit unseren Verhandlungspartnern die Vernehmlassung und Umsetzung dieser Sparprogramme genauestens im Auge behalten und begleiten.

Wchtig war 2015 sicher auch die Planung und die Einführung unserer neuen Datenbank, die trotz hoher Arbeitsintensität sachkundig und durch unser Zentralsekretariat planmässig und erfolgreich in Betrieb genommen werden konnte. Hingegen konnte die Problematik der Mietzinserhöhungen für Dienstwohnungen nicht zu unserer restlosen Zufriedenheit abgeschlossen werden: Das Bundesverwaltungsgericht hat sich leider gegen unsere Beschwerden ausgesprochen. Abgeschlossen ist hingegen die Anpassung der Weisungen des EFD über die Arbeitszeitbestimmungen für das GWK (Arbeitnehmerschutz) welche nun in die Dienstvorschriften D52 aufgenommen worden sind. Weitere Sachgeschäfte konnten mit der verstärkten Beteiligung der Sektionen rasch in Angriff und abgeschlossen werden. Auf Einzelheiten und weitere Geschäfte ich hier nicht weiter eingehen, da sie bereits mehrfach in Zeitung, Newsletter oder an Versammlungen und anderen Treffen der Sektionen erörtert und/oder bekanntgemacht worden sind.

Auch Garanto ist nicht von grossen Veränderungen verschont geblieben: Zentralsekretär André Eicher ist auf Ende 2015 in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Zuvor, am 02.11.2015 hat Heidi Rebsamen ihre Arbeit als neue Zentralsekretärin unter kundiger Begleitung von André Eicher in Bern aufgenommen. Es war ein Start, der sie schon in den ersten Tagen forderte, denn am 04.11.2015 stand bereits die nationale Kundgebung der Bundespersonalverbände in Bern vor der Tür, welche Heidi Rebsamen in einer starken, gut sichtbaren Beteiligung durch die Garanto-Mitglieder begleiten konnte.

Wohin führt uns das Jahr 2016? Die Bundespolitik wird uns im Bereich Finanzen und Sicherheit bestimmt noch länger beschäftigen. Ebenso sind wir auf unsere neuen wichtigsten Verhandlungspartner – den neuen Vorsteher des EFD und den neuen Oberzolldirektor – gespannt. Weiter steht bald der Kongress 2016 vor der Tür, der wegweisend für die Zukunft von Garanto stehen wird, so v.a. durch den stärkeren Einbezug der Sektionen und eine daraus resultierende höhere Flexibilität. Diese wird jedoch eine umfassende Statutenrevision mit sich bringen.

Wichtig ist und bleibt die Betreuung unser Mitglieder in allen Bereichen der Zollverwaltung, damit sie ihre Arbeit in einem guten sozialen und partnerschaftlichen Umfeld weiterhin für alle Seiten zufriedenstellend ausführen können. Dies ist im heute herrschenden, auf vordergründige Leistung getrimmten Milieu leider nicht mehr selbstverständlich.

Zu guter Letzt möchte ich es nicht unterlassen, mich beim Zentralsekretariat, beim Zentralvorstand und bei den Mitgliedern sowie meinen Vorgesetzten für ihre Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Ohne dieses wären all die vergangenen und zukünftigen Arbeiten für Garanto gar nicht möglich. Mit einem Zitat, das in der heutigen Zeit des Sparens sicherlich zutrifft, möchte ich meine Gedanken abschliessen:

Wer in der Arbeit nur einen reinen Kostenfaktor sieht, dessen Preis soweit wie möglich gedrückt werden muss, der hantiert mit sozialem Sprengstoff, der rüttelt an den Grundfesten unserer Zivilisation. Johannes Rau (1931 - 2006), deutscher Politiker, SPD / Alt-Bundespräsident

Roland Liebi, Zentralpräsident a.i.

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

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