Bewegung und klare Worte vor dem Bernerhof

18.11.2011

Demo der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB)

 

Bewegung vor dem Bernerhof

Am Montagmittag, 17. Oktober 2011, beherrschten Hunderte Bundesangestellte das Strassenbild zwischen Bundesgasse und Bernerhof. Aufgerufen und geführt von den vier VGB-Gewerkschaften standen Aktive und Rentner/-innen für mehr Lohn und mehr Respekt vor der Arbeit der Bundesangestellten ein. Kurz zuvor hatten die Gewerkschaften ihre Forderungen an ihrer Medienkonferenz im Berner Käfigturm auch den Medien nähergebracht.

 

Vor dem Bernerhof erinnerten die VGB-Gewerkschaften – darunter rund 75 garaNto-Mitglieder aus allen Sprachregionen – an ihre Hauptforderungen und übergaben diese der EPA-Direktorin zuhanden der EFD-Chefin (s. VGB-Medienmitteilung vom 17.10.2011). Nun erwarten die Gewerkschaften Bewegung bei den Lohnverhandlungen auch  i m  Bernerhof.

 

OZ

 

(Fotos: OZ)


 

 

Klare Worte vor dem Bernerhof

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Ihr schafft Mehrwert für dieses Land. Ihr macht eure Arbeit effizient, flexibel, innovativ und lösungsorientiert. Die Staats- und Sozialabbauer wollen diese Leistungen jedoch nicht anerkennen oder sie spielen sie herunter. Gute Leistungen der Bundesangestellten passen nicht in ihr politisches Konzept: Was der Staat macht, ist unnötig und erst noch schlecht – nur was die Privatwirtschaft macht, ist gut. Gegen derartige Vorurteile legen wir heute Widerspruch ein.

Für die hervorragenden Leistungen, die ihr Tag für Tag erbringt, bekommt ihr von Bundesrat und Parlament zu wenig Wertschätzung.

  • Von 2003 bis 2007 wurden 2‘500 Stellen abgebaut. Wird die Motion Brunner umgesetzt, welche einen Stellenabbau von 20% oder 6‘600 Stellen verlangt, so bedeutet das praktisch die Abschaffung des EDI, EJPD und EVD.
  • Permanenter Spardruck wegen des Konsolidierungsprogramms des Bundes: Reduktion der Personalkosten in den Jahren 2011 - 2013 um 2%; der Stress nimmt weiter zu.
  • Die Leistungen der Pensionskasse Publica wurden massiv abgebaut – das bedeutet länger arbeiten, tiefere Renten und das bei massiv höheren Prämien.

Geht es nach der bürgerlichen Mehrheit im Parlament, braucht die Schweiz in dieser Finanz- und Wirtschaftskrise keine zusätzlichen Investitionen in die Sozialwerke oder in gutes Personal, nein, offenbar braucht die Schweiz in diesen schwierigen Zeiten dringend neue Kampfflugzeuge. Die Gewerkschaften setzen die Prioritäten anders: Jetzt braucht es Investitionen in das Personal. Ein erster Schritt dazu sind unsere Lohnforderungen für die Bundesangestellten, damit die Arbeit beim Bund attraktiv bleibt und der Konsum stimuliert wird. 

Nachholbedarf besteht auch bei den Rentnern/-innen. Die Attraktivität des Arbeitgebers Bund definiert sich unter anderem auch darüber, wie er seine Rentner/-innen behandelt. 

Die Rechnung des Bundes schliesst 2011 mit einem prognostizierten Überschuss von rund 2,5 Milliarden Franken ab. Der nötige Spielraum für Lohnanpassungen ist da! Deshalb fordern wir:

  • garantierten vollen Teuerungsausgleich
  • 2% Reallohnerhöhung
  • Einmalzulage von 1‘000 Franken für alle Rentnerinnen und Rentner
  • Respekt vor der Arbeit des Bundespersonals
  • Schluss mit dem Stellenabbau! 

André Eicher, Präsident VGB und Zentralsekretär garaNto (17.10.2011)

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