Bundespersonal: Reallohnerhöhung für alle nötig

16.05.2008

 

Medienmitteilung der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) vom 13. Mai 2008

 

Am heutigen Treffen der Personalverbände mit Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) der Gewerkschaften garaNto, PVB und VPOD auf zwei Forderungen beharrt: Reallohnerhöhung um mindestens 2% für alle und Teuerungsausgleich auf den Renten.

 

Positiv im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit ist, dass der volle Teuerungsausgleich für die kommende Lohnrunde vom Bundesrat nicht bestritten wird. Dafür sind vorläufig 1,4% vorgesehen. Das Bundespersonal hat aber einen grösseren Lohnrückstand wettzumachen. Die VGB erinnert an die seit 1991 geöffnete Reallohnlücke. Der Bundesrat will sie nur für die Kaderlöhne schliessen. Deshalb beharrten die VGB-Gewerkschaften heute auf ihrer Eingabe, die eine Reallohnerhöhung von 2% für alle verlangt.

 

Nachholbedarf auch bei den Renten

Bei den Renten ist seit 2002 eine unausgeglichene Teuerung von 7,5% entstanden. Da die Publica vorläufig nicht in der Lage ist, den Ausgleich zu finanzieren, verlangen die VGB-Verbände vom Bundesrat, mit einer einmaligen Zulage den Rentnerinnen und Rentnern des Bundes den Kaufkraftverlust wenigstens teilweise zu ersetzen.

 

Der Bund muss in guten wirtschaftlichen Zeiten und bei guter Finanzlage wieder als vorbildlicher Arbeitgeber auftreten. Die Reallohnlücke bei den Aktiven und der reale Rentenabbau könnten sonst für den Bund zu einer langfristigen Belastung werden. Jetzt ist die Zeit für die nötige Korrektur.

 

Bern, 13.05.2008

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