Das Trauerspiel Pensionskassenabbau beim Bund geht weiter

27.09.2006

MEDIENMITTEILUNG DER VERHANDLUNGSGEMEINSCHAFT BUNDESPERSONAL VGB
 
Das Trauerspiel Pensionskassenabbau beim Bund geht weiter
 
Der Ständerat hat heute den Sozialabbau beim Bundespersonal fortgesetzt. Entgegen allen früheren Versprechen bringt die Revision der Pensionskasse des Bundes (Publica) statt glei­che Leistungen wie bisher, massiv höhere Beiträge bei massiv schlechteren Leistungen, ins­besondere für ältere Bundesangestellte. Das vom Bun­desrat begonnene Trauerspiel setzt sich im Parlament fort. Für die Gewerkschaften PVB, garaNto und VPOD der Verhandlungsgemein­schaft Bundespersonal (VGB) ist diese Pensionskassenpolitik ein inakzeptabler Affront. Bun­desrat und Parlament schü­ren damit den Frust ihres Personals in nicht verantwortbarer Weise.
 
Schon heute gehört die Publica im Quervergleich bei den Beiträgen und Leistungen ins hintere Mittelfeld der Pensionskassen. Das kümmert den Ständerat offenbar wenig. Er winkte die Vorlage heute routinemässig durch. Wenn es im Nationalrat dabei bleibt wird die grösste Kasse der Schweiz in Zukunft ein wegweisendes Negativbeispiel wer­den. Daran kann niemand ein Interesse haben.
 
Der bisherige Versicherungsbeginn ab 22 Jahren, mit dem bisher geltenden flexiblen Rentenanspruch nach 40 Versicherungsjahren wäre auch eine realistische Antwort auf den Personalabbau beim Bund. Dass beispielsweise die heute 50jährigen mit der Re­vision viel höhere Beiträge zahlen, drei Jahre länger arbeiten müssen und erst noch 10% weniger Rente bekommen, ist ein Affront. Und die autonome Rentnerkasse hätte für die bereits laufenden Renten Sicherheit ohne Belastung der Aktiven gegeben. Die Gewerkschaf­ten haben früh dem Wechsel zum Beitragsprimat zugestimmt. Den mas­siven Leistungsabbau hingegen können sie im Interesse des Personals nicht einfach hinnehmen.
 
Bern, 26.9.2006
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Auskunft: 
Giordano Schera, garaNto, Tel. 079 322 16 04
Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38
Christof Jakob, VPOD, Tel. 031 371 67 45 - 079 781 90 28
Rolf Zimmermann, VGB-Geschäftsstelle, Tel. 031 377 01 21

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