Der Bund taktiert, die EZV zögert, garaNto handelt

25.02.2011

Sicherheit und Personalbestand

 

 Die garaNto-Medienkonferenz vom 3. Februar 2011 hat offenbar die Wirkung einer Streubombe gehabt. Das Medienecho war enorm: Bereits am Mittag berichteten die TV-Nachrichten aller Landessender über unsere Anliegen und abends in den Tagesschau-Hauptausgaben nochmals prominent. Am selben Tag zogen manche Internet-Portale mit, am Folgetag die Zeitungen.

 

Bereits einige Tage zuvor war die Romandie durch eine Reportage der TV-Sendung „Temps présent“ über die zunehmende grenzüberschreitende Kriminalität im Grossraum Genf aufgeschreckt worden. Nach der Ankündigung der garaNto-Medienkonferenz stieg innerhalb und ausserhalb der EZV die Nervosität spürbar an. Unmittelbar vor unserer Medienkonferenz verbreitete der Bundesrat eine beschwichtigende Meldung über zusätzliche bewilligte Grenzwächterstellen und neue Aspiranten für die Romandie. Und tags zuvor hatte die EZV die Aufdeckung von Waffenschmuggel aus dem Lyonnais in Genf gemeldet. Zufall?

 

Nicht zufällig hat sich garaNto das Thema „Sicherheit“ schon lange auf die Fahne geschrieben. Der Schutz der Bevölkerung vor dem organisierten Verbrechen, vor zunehmender grenzüberschreitender Kriminalität, aber genauso die Produkte- und Warensicherheit – für die besonders der zivile Zoll sorgt – sind fundamentale Staatsaufgaben. Stets wichtiger wird logischerweise auch der Schutz des kontrollierenden Personals vor Ort. Immer wieder hören wir von Kollegen/-innen an der Front, dass sie aus Angst vor massiven Ausfälligkeiten und Attacken das eine oder andere Mal heikle Kontrollen sein lassen – sein lassen müssen –, obschon sie oft selbst die ohnehin schon zu geringe Kontrolldichte beklagen und ihren Job lieber richtig machen würden.

 

Richtig machen müssen ihren Job aber zuerst andere. Schliesslich ist es oberste Pflicht von EZV, Bundesrat und Parlament, für die Sicherheit der Bevölkerung und „ihres“ hoheitlichen Personals zu sorgen und dazu die notwendigen Mittel bzw. das Budget bereitzustellen. Einige bekannte Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben dies begriffen und unterstützen uns darin von links bis rechts.

 

Weil kaum jemand der direkten Verantwortlichen den Mut aufgebracht hat, hinzustehen und diese Ressourcen einzufordern, ist garaNto in die Lücke gesprungen. So sind die Vertreter von garaNto einmal mehr nicht nur als gewerkschaftliche Interessenvertreter, sondern mit Fug und Recht auch als verantwortungsbewusste und loyale Bürger aufgetreten – loyal gegenüber dem Souverän, dem Volk.

 

Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter garaNto

Fotos: Medienkonferenz vom 03.02.2011 in Bern (DC/OZ).

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto


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