Der Zoll leistet immer mehr

01.09.2013

Einmal mehr liegen die Fakten und Zahlen* auf dem Tisch: Die EZV hat auch 2012 wieder mehr geleistet, trotz knapper Ressourcen. Dass Mehrleistungen überhaupt noch erbracht werden können, ist in erster Linie der Loyalität, Qualifikation und Bereitschaft des EZV-Personals zu verdanken.

 

Seit langem sorgt die EZV für gut einen Drittel der Bundeseinnahmen. Die Einnahmen der EZV sind seit 2010 von 23,012 Milliarden Franken auf 23,771 Mrd. Fr. 2012 gestiegen. Mit den Einnahmen der EZV kann der Bund zentrale Aufgaben im Sozial-, Gesundheits-, Bildungswesen u.a.m. finanzieren.

 

Mehr Freihandelsabkommen

1990 hatte die EZV nur gerade zwei Freihandelsabkommen umzusetzen, 2012 bereits 27; weitere werden folgen. Solchen Mehraufwand und viele weitere neue Leistungen der EZV nehmen Politik, Parlament und Bundesrat offenbar kaum zur Kenntnis.

 

Mehr Handelswarenverkehr

2012 verarbeitete die EZV 30,1 Millionen Zollanmeldungen. Allein von 2010 bis 2012 stiegen die Zollanmeldungen bei der Einfuhr von 14,6 Millionen auf 16,1 Millionen, die Ausfuhr blieb mit jeweils 6,6 Millionen gleich, der Transit nahm von 7,2 Millionen auf 7,4 Millionen Zollanmeldungen zu.

 

Mehr illegale Migration

2011 wurden an unseren Grenzen 1‘477 gefälschte Dokumente beschlagnahmt und 10‘282 Personen festgenommen; 2012 waren es 1‘767 gefälschte Dokumente und 13‘747 Festnahmen – etwa 37 jeden Tag.

 

Mehr Waffen

2010 hat die EZV 1‘275 Waffen beschlagnahmt, 2012 bereits 193, also mehr als fünf pro Tag. Waffen, die Menschen bedrohen, verletzen oder gar töten können.

 

Dies sind nur wenige Beispiele unzähliger Dienstleistungen bzw. Kontrollen, welche tagtäglich für Sicherheit und Gesundheit von uns allen sorgen, aber auch dem Artenschutz, dem Schutz vor Fälschungen und vielem mehr dienen.

 

Weniger Personal

Diesen Mehrwert für Staat, Wirtschaft und Volk schafft die EZV mit tendenziell immer weniger Angestellten. 2004 zählte die EZV 4‘783 Angestellte, 2012 noch deren 4‘367, also 416 Angestellte weniger – trotz mehr Arbeit. Der technische Fortschritt, verbesserte Infrastruktur und schlaue Strategien machen zwar vieles wett, aber nicht alles. Denn kontrollieren, entscheiden und handeln müssen immer noch Menschen.

 

Tagtäglich versuchen die EZV-Angestellten in den vier Zollkreisen und sieben Grenzwachtregionen den Spagat zwischen den Bedürfnissen einzelner „Kunden“ und übergeordneten Interessen unseres Rechtsstaats. Das wird wegen knapper finanzieller und personeller Ressourcen immer schwieriger.

 

Anerkennung gibt es kaum. Für Wirtschaft, Parlament und Bevölkerung, aber auch für die Medien, sind stetige Leistungssteigerungen leider selbstverständlich. Dies obschon Aufgaben und Anforderungen viel schneller wachsen als die zur Verfügung gestellten Mittel. Die Forderungen von Garanto nach mehr Stellen auch für das Zivilpersonal stossen spätestens bei den Budget-Debatten auf taube Ohren, denn das Dogma vom „schlanken“ Staat ist immer noch mehrheitsfähig.

 

Garanto kämpft beharrlich gegen hartnäckige Vorurteile, staatszersetzende Ideologien und Personalabbaupläne an und setzt sich für gute Arbeitsbedingungen des EZV-Personals ein. Das ist unsere Kernaufgabe, und dafür haben wir das Mandat unsere Mitglieder. Die Garanto-Verantwortlichen und -Aktivisten sorgen sich aber auch als Bürger/-innen um das Wohl unseres Landes.

 

Garanto dankt den Mitarbeitenden der EZV für ihre Leistungen und den Garanto-Mitgliedern darüber hinaus für ihre Treue und ihren Einsatz zugunsten aller EZV-Angestellten und zum Wohle der Gemeinschaft.

 

Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter Garanto

 

Quelle: „Fakten & Zahlen der EZV 2012“

(Foto: EZV)

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto


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