Einem guten Ende entgegen

28.01.2010

Delegiertenversammlung BFG und HPB: Auflösung läuft

 

Die Delegierten haben am 20. November 2009 in Bern der Auflösung des HPB im Jahr 2010 einstimmig zugestimmt. Die BFG soll im Folgejahr, also im Frühjahr 2011, aufgelöst werden.

Bekanntlich haben die Delegierten sowohl der Bundespersonal-Ferien-Genossenschaft (BFG) wie auch des Hilfsvereins des Personals des Bundes (HPB) bereits im Jahr 2006 den Verkauf sämtlicher Liegenschaften sowie die Auflösung von BFG und HPB beschlossen. An den Delegiertenversammlungen der Jahre 2007 und 2008 ging es deshalb in erster Linie darum, über den Verlauf des Verkaufs der verschiedenen Liegenschaften zu berichten. Nach erfolgreich getätigten Verkäufen konnte nun an den Delegiertenversammlungen von BFG und HPB am 20. November 2009 in Bern die Liquidation angegangen werden.

 

Richtiges Zeitfenster erwischt

Es kann nicht genug betont werden: BFG und HPB haben ein äusserst günstiges Zeitfenster gefunden, um die Verkäufe zu guten Bedingungen über die Bühne zu bringen. Zur Erinnerung: Die BFG hatte das Hotel Pischa in Davos (neu: Hotel Esplanade) sowie das Sporthotel Sherlock Holmes in Meiringen zu veräussern. Der HPB hatte neue Besitzer für die Ferienanlagen in Figino, Kandersteg und Klosters zu finden. Abklärungen der BFG noch im Jahr 2005 ergaben, dass der Markt für Hotelverkäufe absolut nichts hergab. Verkäufe zu dieser Zeit wären deshalb absolute Verlustgeschäfte gewesen. Das änderte sich urplötzlich, und gerade das Hotel Pischa konnte zur Jahreswende 2007/2008 mit stattlichem Gewinn verkauft werden.

 

Mehr als nur Verkäufe

Mit den Liegenschaftsverkäufen allein jedoch war es jedoch nicht getan. So waren dem Bund und dem Wohlfahrtsfonds Post die Hypothekardarlehen zurückzuerstatten. Der HPB hatte die mit Unterstützung des Unterstützungsfonds Bund sowie des Wohlfahrtsfonds Post und Zoll getätigten Wohlfahrtsaufgaben herunterzufahren. Diese sind im Spätsommer 2009 ganz eingestellt worden. Weiter musste der Rückkauf der Nutzungsrechte der vier Bungalows und fünf Ferienwohnungen im Golfo del Sole (Follonica, Toskana) durch die Reka organisiert werden. Zudem konnten Rechtshändel mit der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden zugunsten der BFG entschieden werden. Dann war auch noch die Sherlock Holmes AG in Meiringen zu liquidieren. Dies, weil der Käufer des Hotels die AG nicht übernehmen wollte. Die Liquidation ist jetzt aber so gut wie vollzogen.

 

Soziale Verbindlichkeiten

Dann galt es, Lösungen für die Felix-Koch-Stiftung sowie für die weiterhin zu gewährende Unterstützung einer Einzelperson zu finden. Für beides übernimmt ab 1. Dezember 2009 der Unterstützungsfonds des Bundes die Verantwortung. Weiter hat die BFG noch Arbeitgeberverantwortung für einen pensionierten Hoteldirektor und eine pensionierte Ehegattin eines ehemaligen Hoteldirektors. Beide beziehen ihre Renten von Publica. Da bei Auflösung der BFG kein Arbeitgeber mehr existiert, sind die Verwaltungskosten und allenfalls auch ein Einbau der Teuerung in den Renten auszufinanzieren. Entsprechende Abklärungen sind im Gange.

Da aber nach und nach nebst den Liegenschaftsverkäufen auch all die "Aufräumarbeiten" erledigt sind, geht es nun an die Vermögensverteilung und die Liquidation.

 

Vermögensverteilung und Auflösung

Die Delegierten haben den vorgeschlagenen Schlüssel für die Verteilung der Vermögen von BFG und HPB unter die Trägerorganisationen und Mitgliederverbände gutgeheissen. Dieser bemisst sich aufgrund der jeweiligen Anteilsscheine an der BFG. Weiter haben die Delegierten einer Verteilung von gut neunzig Prozent des Vermögens des HPB (rund drei Millionen Franken) noch dieses Jahr zugestimmt. Weiter wurde die Liquidation des HPB beschlossen und der Vorstand mit der Umsetzung im Jahr 2010 beauftragt. Gemäss Beschluss der Delegierten ist die BFG im Frühjahr 2011 aufzulösen. Das Vermögen der BFG wird in den Jahren 2010 und 2011 je hälftig unter die Verbände verteilt.

Hugo Gerber, Transfair / (OZ)Die Gewerkschaft garaNto hat als Mitgliedsverband der BFG und des HPB an dieser DV mit Zentralpräsident Rolf Uster, Zentralsekretär André Eicher und Zentralkassier Silvio Schenk teilgenommen und ihre Rechte ausgeübt. Der Zentralvorstand wird das Thema „Auflösung BFG/HPB" an den nächsten Sitzungen behandeln. Informationen über die Auflösung und die Vermögensaufteilung unter den Verbänden werden zu gegebener Zeit folgen.


 

OZ


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