Frühpensionierung endlich auch für Normalverdienende!

03.09.2008

Die SGB-Initiative für ein soziales, flexibles AHV-Alter ermöglicht älteren Arbeitnehmen¬den ab 62 die AHV-Rente ohne Abzug. Dies kostet die Betriebe und die Erwerbstätigen zu¬sammen gerade mal 3 Lohnpromille. Nirgendwo sonst ist die Frühpensionierung billiger zu haben. Am 30. November 2008 wird das Stimmvolk darüber befinden.

Ewald Ackermann, Redaktor SGB

Gut Betuchte gehen gerne früher. Das ist verständlich: Sie wollen noch was vom Leben haben und sie können sich die damit verbundenen AHV-Renteneinbussen mit ihrer guten Zweiten Säule leisten. Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen hingegen können die mit einem früheren Rücktritt verbundenen AHV-Renteneinbussen nicht verkraften. Deshalb müssen sie sich bis 65 durchs Erwerbsleben schlagen. Irgendwie.

Das ist ungerecht. Ausgerechnet die, die am härtesten arbeiten, die deswegen gesundheit¬lich fragil sind, früher sterben und die also am meisten auf eine frühere Pensionierung angewiesen sind, wenn sie noch einen würdigen Lebensabend haben wollen, ausgerech¬net diese Menschen können nicht früher gehen.

Das will die SGB-Initiative für ein soziales flexibles AHV-Alter ändern:
• Sie ermöglicht die Frühpensionierung ab 62 ohne Kürzung der AHV-Rente, wenn die Betreffenden ihreErwerbstätigkeit aufgeben.
• Sie ermöglicht auch eine Teilfrühpensionierung.
• Sie ermöglicht damit älteren Erwerbstätigen eine würdige Ausstiegs-Lösung, wenn gesundheitliche oder arbeitsmarktliche Probleme auftreten.

Betriebe wollen keine über 62-Jährige
Seit ein paar Jahren sprechen zwar ganze Heerscharen von Experten, dass es nötig sei, die älteren Menschen länger im Erwerb zu halten. Die Wirklichkeit aber ist anders. Die gros¬sen Betriebe in der Schweiz beschäftigen Menschen ab 62 nur noch im Promillebereich (statt zu 6,66 %, wie dies die „reine“ Statistik verlangte). Und nirgends ist eine Umkehr dieses Trends festzustellen.

Die Initiative löst zudem ein altes Versprechen ein, das Bundesrat und Parlament mehrmals gegeben und mehrmals gebrochen haben. Sie stellt einen echten Fortschritt dar:
• Sie ist gerecht – indem das flexible AHV-Alter endlich kein Privileg der Reichen mehr ist.
• Sie ist liberal – weil die Versicherten frei wählen können.
• Sie ermöglicht Eigenverantwortung – weil die Erwerbsaufgabe immer auch ein persönliches Opfer ist und zu einer Einkommenseinbusse führt.
• Sie ist umsichtig – weil die Voraussetzung der Erwerbsaufgabe Missbrauch verhindert und Kosten begrenzt.
• Sie ist unkompliziert – weil keine mühsamen Berechnungen und Abklärungen nötig sind.
• Sie ist versichertenfreundlich – weil sie eine einfache Lebensplanung ermöglicht.

Mehrkosten: Nur 8 Fr. pro Monat
Gratis ist diese für so viele Menschen so wichtige Verbesserung zwar nicht. Sie verur¬sacht aber nur bescheidene Kosten von 780 Mio. Franken pro Jahr. Dabei sind die Einsparungen in anderen Sozialversicherungen (ALV, IV) nicht einmal eingerechnet. Und: die AHV-Finanzen sind im Lot. Die AHV erwirtschaftet Jahr für Jahr solide Über¬schüsse.

• Das flexible soziale AHV-Alter ist mit zusätzlichen 3 Lohnpromillen finanzierbar.
• Für die einzelne, versicherte Person bleiben 1,5 Promille; das macht im Durchschnitt 8 Franken pro versicherte Person und Monat.

Die Rechnung ist schnell gemacht: Es gibt keine andere Möglichkeit, mit welcher ein früherer Erwerbsrücktritt so günstig zu haben ist.

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