Gemeinsam gegen Lohn- und Stellenabbau

Über 500 Bundesangestellte haben am 04.11.2015 in Bern gegen Lohn- und Stellenabbau beim Bundespersonal protestiert. Bei der Bundeskanzlei deponierten sie eine Petition, die mehr als 6‘700 Mitarbeitenden unterschrieben wurde.

Organisiert und mitgetragen worden ist die Kundgebung von den Personalverbänden PVB, Garanto, VPOD, Fedpol, Transfair und Swisspersona. Die Kundgebungsteilnehmer fordern den Bundesrat in einer Petition auf, eine verantwortungsbewusste Personalpolitik zu betreiben, die sich auf die Grundsätze der Sozialpartnerschaft besinnt und den Abbau bei den Löhnen und den Arbeitsbedingungen unverzüglich stoppt.

Seit der Bundesrat im August eine Nullrunde bei den Löhnen für 2016 beschlossen und den jährlichen Lohnanstieg halbiert hat, sind Tausende Bundesangestellte verunsichert und auch wütend. Genährt wird die Verunsicherung zusätzlich durch die geplante Umgestaltung des Lohnsystems und die vollständige Streichung der Arbeitgeberbeteiligung bei den Überbrückungsrenten. Wenig Verständnis haben die Bundesangestellten ausserdem für die Pläne des Bundesrates, Hunderte von Stellen abzubauen.

Bei der Marzili-Bahn, zwischen Bernerhof und Bundeshaus West, versammelten sich über 500 Bundesangestellte zur Kundgebung, darunter 150 Garanto-Mitglieder! Mit einem grossen Transparent gegen Zollstellenschliessungen markierten die Garanto-Mitglieder in ihren gelben Leuchtwesten und Garanto-Fahnen schwenkend eindrücklich Präsenz. Vertreten waren alle Garanto-Sektionen; die grössten Delegationen bildeten die Sektionen Bern und Romandie. Der Protestumzug startete bei der Marzili-Bahn. Die Route führte rund um das Bundeshaus West herum und endete wieder am Ausgangspunkt. Auf der Rückseite des Bundeshauses West übergaben die Kundgebungsteilnehmer der Bundeskanzlei die Petition mit mehr als 6‘700 Unterschriften.

 

Steuergeschenke auf Kosten des Personals

In ihrem Referat kritisierte VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber das Stabilisierungsprogramm des Bundes scharf, welches zu einem massiven Abbau beim Service public führen werde. Den Protestierenden rief sie zu: „Mit einem milliardenschweren Abbaupaket sollen Dienstleistungen beim Bund und für die Bevölkerung gekürzt werden. Eine verfehlte Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Grossunternehmen, die ein Defizit im Staatshaushalt hinterlassen hat, soll vom Personal ausgebadet werden. Dagegen leisten wir Widerstand!“

 

Warnung an Bundesrat und Parlament

Bei der Übergabe der Petition an die Bundeskanzlei richtete Garanto-Zentralsekretär André Eicher eine unmissverständliche Warnung an Bundesrat und Parlament: „Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen, wie Diffamierungen oder Lohn- und Stellenabbau! Wenn wir zusammenstehen, so wie heute, haben wir eine Stimme, die nicht zu überhören ist. Wenn Bundesrat und Parlament uns trotzdem nicht hören wollen, kommen wir nächstes Jahr wieder vors Bundeshaus – dann noch lauter und noch zahlreicher als heute.“

Zentralvorstand, Sektionen und Zentralsekretariat danken allen Mitgliedern, welche an der Kundgebung in Bern teilgenommen haben.

André Eicher, Zentralsekretär Garanto

Zurück zur Übersicht

 

Rollator-Grenzwaechter_.jpg

A.o. Versammlung der Grenzwächter/-innen: DI 5. Sept. 2017, 11 - 14 Uhr, Olten

Olten, Kulturzentrum Schützi: Gegen die Erhöhung des Pensionsalters auf 65! Diskussion über Massnahmen und Aktionen gegen den Entscheid des Bundesrats.

Kulturzentrum Schützi, Olten
Kulturzentrum Schützi, Olten

Greisenkorps GWK: Ausrüstung / Corps de vieillards: équipement / Corpo di anziani: equipaggiamento

Zukunft-GWK_Cgfr-futur_Futuro-Cgcf_GWK-Rollatoren.jpg

Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

weiterlesen