Genf ruft nach ziviler Verstärkung

26.05.2011

Feuerwehrübung nun auch beim zivilen Zoll

 

Nun ist leider Tatsache geworden, wovor garaNto mehrmals gewarnt hat: Genf ist nach dem GWK nun auch beim zivilen Zoll – v.a. bei den Zollfachleuten – in Unterbestand geraten. Und es wird noch schlimmer kommen.

 Denn selbst wenn die Oberzolldirektion und die politisch Verantwortlichen jetzt rasch und beherzt handeln und umgehend die nötige zivile Verstärkung nach Genf entsenden, wird der personelle Engpass in Genf 2011 - 2013 noch einschneidender werden.

 Am 9. Mai 2011 ist eine Delegation von garaNto selbst zu Besuch auf dem Flughafen Genf gewesen. Dort haben Zollkreisdirektor Jérôme Coquoz und Teile seiner Führungs-Crew dem Zentralpräsidenten, dem Zentralsekretär und der Präsidentin der Sektion Romandie von garaNto die personelle Situation im Zollkreis III am Beispiel des Flughafens Genf erklärt. Quintessenz: Der Zollkreis III hat einen akuten Unterbestand an Zollfachleuten (ZFL): 2011 fehlen bereits zehn und ab 2012 gar 20 - 25 ZFL.

 Die Gründe, welche zum Unterbestand an ZFL geführt haben, sind im Kern folgende:

  • Stellenabbau bei der Reorganisation diverser Zollinspektorate in den Jahren 2000 - 2003 sowie Umsetzung der Entlastungsprogramme 03/04
  • Sparvorgaben zum Konsolidierungsprogramm 2011/13
  • von Bern angeordneter Anstellungsstopp  für 2011.

 

Mit der nun insgesamt zwei Jahre dauernden Ausbildung der Zollfachleute kommen durch das neue Konzept weitere Aufgaben auf die Zollämter hinzu: Zollfachleute und Dienstchefs brauchen mehr Zeit für die Ausbildung der Zoll-Aspiranten/-innen und teilweise auch mehr Räumlichkeiten bzw. Infrastruktur vor Ort.

 Das Problem des akuten Unterbestandes an ZFL im Zollkreis III kann nur durch folgende Massnahmen gelindert werden:

1. temporäre Verstärkungseinsätze durch Zollfachleute aus anderen Zollkreisen

2. Förderung der Sprachaufenthalte aus den anderen Sprachregionen

3. Verstärkte Rekrutierung und Ausbildung genügend vieler französischsprachiger Zollaspiranten/-innen.

 

 

Diese Massnahmen wird die Zollkreisdirektion III der EZV-Geschäftsleitung noch im Mai vorschlagen. garaNto unterstützt diese voll und ganz und erwartet, dass die Sofortmassnahmen von der EZV-Geschäftsleitung tatsächlich beschlossen werden und die EZV diese gegenüber dem EFD vehement vertritt.

 

Die Lösung der personellen Probleme für Genf und für die ganze Schweiz ist und bleibt aber die Schaffung von je 200 Stellen mehr für den zivilen Zoll und fürs GWK im operativen Bereich – so wie sie garaNto schon vor drei Jahren öffentlich gefordert hat. Denn die befürchteten Lücken werden immer zahlreicher und grösser und folgen sich in immer kürzeren Abständen.

Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter garaNto

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