HF Zoll: Bildung ist Zukunft

23.11.2013

Es ist sicher noch zu früh, bereits heute ein fundiertes Urteil über die HF Zoll zu fällen oder gar ein Halleluja auf sie zu singen. Ganz einfach, weil die HF Zoll noch zu jung ist.

 

Eine hochstehende Berufsbildung ist Teil des gewerkschaftlichen Forderungskatalogs. Wer eine gute Bildung vorweisen kann, hat bessere Chancen im Leben und im Beruf. Investitionen in die Berufsbildung stellen einen Mehrwert dar – nicht nur für den Arbeitgeber, sondern auch für die Mitarbeitenden: Sie gewinnen neues Wissen, neue Kompetenzen und berufliche Perspektiven. Kurz: Win-win für beide Seiten.

 

Mit der Positionierung der HF Zoll in die Bildungslandschaft erfährt die Zollausbildung eine enorme Aufwertung. Der Stellenwert der Zollfachleute und künftigen dipl. Zollexperten/-innen steigt gegenüber Kunden und Öffentlichkeit. Das Rezept der HF Zoll ist einfach: Vorhandenes Wissen wird vertieft und erweitert. Die Weiterbildung der Zollfachleute wird nicht von Grund auf revolutioniert, sondern um weitere wichtige Ausbildungsmodule ergänzt. Wenn wir einen Blick in die Zukunft wagen, wird man dereinst feststellen, dass der Monopolberuf der Zollfachleute und künftigen Zollexperten/-innen gestärkt aus seinem Schattendasein heraustritt und Vergleiche mit anderen Fachhochschul-Ausbildungen nicht zu scheuen hat.

 

Mit der Neukonzeption der Grundausbildung und der neuen HF Zoll ist die Berufsbildung in der EZV innerhalb weniger Jahre komplett überarbeitet worden. Während neu eintretende Zollfachleute nur noch die neue Ausbildung kennen und diese als selbstverständlich wahrnehmen, vergleichen bestandene Zollfachleute die bisherige Aus- und Weiterbildung mit der neuen und stellen auch kritische Fragen: Wiegen betriebswissenschaftliche Fächer fundierte, praxisorientierte Erfahrung auf? Solche und ähnliche Fragen sind normal und legitim. Was die Zollfachleute beschäftigt und was die EZV dazu sagt, haben Bernd Talg und Robert Bucher zusammengefasst (s. „HF Zoll: Eine gute Sache, aber …“).

 

Kommen wir zurück zur Win-win-Situation: Wenn die EZV überzeugend darlegt, weshalb neues Wissen und neue Kompetenzen notwendig sind und die Mitarbeitenden die neue berufliche Weiterbildung als Chance sehen und nutzen, dann kann die HF Zoll zum Erfolgsmodell werden. Um die Zollfachleute für die HF Zoll zu gewinnen, braucht es ein offenes, faires und transparentes Anmeldeverfahren. Die OZD betont, dass es keinen Anspruch auf die HF Zoll gibt. Deshalb darf es im Auswahlverfahren konsequenterweise auch keine sachfremden Kriterien geben wie Sympathie und Antipathie.

 

André Eicher, Zentralsekretär Garanto


HF Zoll: Gespräche mit der OZD

Am 14.10.2013 hat sich eine Delegation von Garanto und der OZD zu einem Gespräch über die Höhere Fachschule (HF) Zoll getroffen. Thema: Chancen und Risiken, Absichten und Vorbehalte der neuen Aus- und Weiterbildung für Zollfachleute. Seitens Garanto waren dabei: Bernd Talg, Vizepräsident; Robert Bucher, ZV-Mitglied, André Eicher, Zentralsekretär; seitens der OZD: Hanspeter Hefti, stv. Direktor; Martin Weissleder, Personalchef EZV; Karin Bühler, Chefin Stabsdienst Ausbildung EZV a.i.


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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto


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