Kein Leistungsabbau bei der Bundespensionskasse!

14.11.2006

SGB-Kongress vom 9. – 11. November 2006
 
Resolution vpod, garaNto und PVB zur Pensionskasse des Bundes PUBLICA
 
Kein Leistungsabbau bei der Bundespensionskasse!
 
Nach dem Bundesrat hat nun auch der Ständerat in der vergangenen Herbstsession den Sozialabbau beim Bundespersonal fortgesetzt. Entgegen allen früheren Versprechungen bringt die Revision der Pensionskasse des Bundes, PUBLICA deutlich schlechtere Leistungen bei massiv höheren Beiträgen, insbesondere für ältere Bundesangestellte. Die Pensionskassenpolitik von Bundesrat und Ständerat ist inakzeptabel. Denn schon heute gehört die PUBLICA im Quervergleich mit anderen öffentlichen Pensionskassen bei den Beiträgen und Leistungen in die Schlussränge. Die Revision der Bundespensionskasse bringt eine faktische Rentenaltererhöhung, Rentenkürzungen und massiv höhere Beiträge für die Versicherten, die zu einer weiteren Reallohneinbusse von 2 bis 4 Prozent führen würden. Trotzt geplantem Stellenabbau sollen die Rahmenbedingungen für den heute geltenden Altersrücktritt ab dem 62. Altersjahr verschlechtert werden. Bundesrat und Parlament schüren damit den Frust ihres Personals in nicht verantwortbarer Weise.
 
Wenn die bisher beschlossenen Verschlechterungen bei der grössten Kasse der Schweiz im Nationalrat nicht korrigiert werden, bliebe das nicht ohne negative Auswirkungen auf sämtliche anderen Pensionskassen. Vorbildliche Frühpensionierungsmodelle, die in der Praxis bereits bestehen, kämen stark unter Druck. Die Gewerkschaften können einen solch drastischen Leistungsabbau im Interesse des Personals nicht einfach hinnehmen. Der SGB fordert vom nationalen Parlament deshalb:
 
- Keine willkürliche Patronspolitik, keine Rentenkürzungen und kein Abbau bei der PUBLICA!
- Beibehaltung des bisherigen Versicherungsbeginns ab 22 Jahren, mit der Möglichkeit des flexiblen Altersrücktritts ab 62 Jahren ohne Rentenkürzungen.
- Entlastung der Versicherten zwischen 45 und 54 Jahren mit zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur Vermeidung von Rentenkürzungen.
 
Die Kongressdelegierten haben die Resolution am 10. November 2006 in Bern einstimmig angenommen.

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