Leistungsniveau halten!

24.03.2011

Publica-Grundlagenwechsel

 

 Der Umwandlungssatz (UWS) bei der Pensionskasse Publica wird per 1.7.2012 von 6,53 auf 6.15%  gesenkt (Basis Rentenalter 65). Die Senkung des UWS darf zu keinem Leistungsabbau führen und muss zwingend kompensiert werden. Über diese Forderungen haben die Personalverbände am 15. März 2011 mit Bundesrätin Widmer-Schlumpf verhandelt.

 

André Eicher, Zentralsekretär garaNto

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am 7. März 2010 Nein gesagt zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes. Die Gewerkschaften haben die Haltung vertreten, eine versicherungstechnisch notwendige Senkung des UWS müsse mit flankierenden Massnahmen kompensiert werden. Wenn die Publica nun den Umwandlungssatz senkt, muss sichergestellt werden, dass es zu keinem weiteren Leistungsabbau kommt. Die Versicherten haben den happigen Leistungsabbau beim Primatwechsel im Jahr 2008 noch nicht verdaut.

Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) fordert daher:

  • Die individuellen Altersgutschriften müssen im gleichen Ausmass erhöht werden wie der UWS gesenkt wird.
  • Um den heutigen Leistungsstandard zu halten, reichen die Rückstellungen der Publica für die Aktiven nicht aus. Deshalb ist der Sparbeitrag um ca. 1% zu erhöhen. Dieser ist durch den Bund zu finanzieren.
  • Der Bund übernimmt die bestehende Unterdeckung beim Vorsorgekapital der Rentner/-innen in der Höhe von 320 Mio. Franken oder er erklärt sich bereit im Falle einer sich daraus ergebenden Unterdeckung einzuspringen (Garantie-Erklärung), damit nicht die aktiv Versicherten belastet werden.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf zeigte zwar Verständnis für die Forderungen der Personalverbände, war jedoch nicht bereit, diese vollumfänglich zu übernehmen. Einig waren sich die Verhandlungsteilnehmer darin, dass das aktuelle Leistungsniveau der Publica gehalten werden muss. Ferner signalisierte Bundesrätin Widmer-Schlumpf ihre Bereitschaft, eine allfällige Garantie-Erklärung zur Prüfung entgegenzunehmen und sich dafür einzusetzen, dass der Bund sich an der Erhöhung des Sparbeitrages von ca. 1% überproportional beteiligt.

Als nächstes ist der Bundesrat an der Reihe: Er wird über die Eckwerte des Beitrages des Bundes entscheiden müssen.

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