Mein Name ist ...

19.08.2009

Namensschilder: Unmut in der Romandie

 

Seit mehreren Monaten macht sich beim Grenzwachtkorps in der Romandie Unmut über die Tragpflicht der Namensschilder auf der Uniform breit. Die Mitarbeitenden befürchten Repressalien von Kunden. Einige haben bereits entsprechende Drohungen erhalten.

Der Zentralvorstand (ZV) garaNto nimmt diesen Umstand ernst und kann nicht hinnehmen, dass Mitarbeitende des GWK oder des Zolls solchen Drohungen ausgesetzt sind.

Bereits im Herbst 2008 hat der ZV das Kommando GWK aufgefordert, im Dienstbefehl FGG 6 Dienstbetrieb einen klaren Passus zur Tragpflicht der Namensschilder aufzunehmen. Der ZV forderte, wenn schon im Grundsatz die Namensschilder getragen werden müssen, den Angehörigen des Grenzwachtkorps (AdGWK) die Möglichkeit offen gelassen wird, diese in heiklen Situationen oder bei Sondereinsätzen entfernen zu können. Ende 2008 erhielt garaNto die Antwort auf die Eingabe mit folgendem Wortlaut:

„Weisungen zum Tragen der Namensschilder haben wir im Dienstbefehl bewusst ausgelassen, weil das Personalhandbuch EZV bereits solche Weisungen enthält. Diese werden mit dem Nachtrag vom 1.1.2009 aktualisiert und wie folgt lauten:

Wenn im zivilen Bereich ein Zollbeteiligter oder Reisender es wünscht, hat ihm die abfertigende Person den Namen bekannt zu geben.

Im Rahmen einer Kontrolle stellen sich die Angehörigen des GWK grundsätzlich mit ihrem Nachnamen und "Grenzwachtkorps" vor, sofern keine Sicherheitsinteressen dagegen sprechen.

Das Personal mit Publikumskontakt trägt grundsätzlich Namensschilder.

Diese Vorschriften tragen angesichts der zweimaligen Relativierung durch das Wort "grundsätzlich" den berechtigten Sicherheitsinteressen der Grenzwächter Rechnung und helfen gleichzeitig mit, bei einer Kontrolle das notwendige gegenseitige Vertrauen aufzubauen. Wer sich bedroht fühlt, kann das Namensschild ohne weiteres vorübergehend von seiner Uniform entfernen und bestimmte Diensttouren können bei Bedarf sogar von Anfang an ohne Namensschilder ausgeführt werden. Was ab 1. 1.2009 an Vorschriften im Personalhandbuch steht, genügt bei vernünftiger Anwendung völlig."

Für den ZV ist die gewählte Regelung nachvollziehbar. Sie lässt den AdGWK den nötigen Spielraum offen, das Namensschild zu entfernen, wenn sie sich während einer Kontrolle bedroht fühlen. Wir stellen jedoch fest, dass genau diese Bestimmungen von einzelnen Vorgesetzten nicht genügend kommuniziert wurden.

In einem nächsten Schritt geht es darum, in der Sicherheitskommission des GWK (SIKO) offen über die Praktikabilität dieser Regelung und mögliche Alternativen zum Namenschild zu diskutieren. Der ZV hat ein entsprechendes Begehren an den Vorsitzenden der SIKO gerichtet.


Das Kommando GWK hat inzwischen mündlich zugesichert, dass die Regionalkommandanten noch einmal auf diesen Spielraum hingewiesen werden und der Dienstbefehl FGG 6 angepasst wird.


Zentralvorstand garaNto

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