Meine ersten 50 Tage

Ich trete in einem spannenden, aber auch ungewissen Moment diese Stelle an. Der Rückzug von Bundesrätin Widmer-Schlumpf und die daraus resultierende Ungewissheit über die Nachfolge ist spürbar. Inzwischen ist entschieden, wer neuer Oberzolldirektor wird, und bei Drucklegung wird entschieden sein, wer die Nachfolge von Widmer-Schlumpf antritt. Sicher ist, dass der neue Bundesrat oder die neue Bundesrätin der EZV mit Interesse begegnen wird. Denn ein Bundesamt, das ein Drittel der Einnahmen generiert, wird man nicht einfach links liegen lassen können.

 

Mein Stellenantritt fällt in einen Moment, in welchem die Wichtigkeit der Grenzkontrollen in Zeiten von Terroranschlägen im Bewusstsein der Schweizer Bevölkerung klar hervorgetreten ist. Das merke ich auch in meinem persönlichen Umfeld in Luzern. Man will mit über die Grenzwache diskutieren und fragt über Einfuhrbestimmungen. Bei letzterem verweise ich auf die Homepage der EZV. Beim Thema „Grenzwache“ muss ich immer wieder betonen, dass die Politik über die Intensität der Bewachung der Grenze entscheidet und ich „nur“ für adäquate Arbeitsbedingungen zuständig bin.

 

In der Zwischenzeit habe ich eine Zollstation und einen Grenzwachposten besucht. Es war sehr spannend, diese mir ziemlich unbekannte Facette der schweizerischen Wirklichkeit hautnah mitzuerleben. Ich bin auf höchst motivierte und stolze Mitarbeitende und Vorgesetzte gestossen.

 

Die ersten Wochen liegen hinter mir und ich bin bei Garanto angekommen. Dazu beigetragen haben auch der warme Empfang von Noch-Generalsekretär André Eicher und Zentralpräsident a.i. Roland Liebi. Mein vorrangiges Ziel ist es, den Organisationsgrad von gut 50% zu halten und zu erhöhen und Neue und Junge von Garanto zu überzeugen.

 

Meinen Teil dazu beitragen möchte ich mit erstklassigen Angeboten und einer konsequenten Interessenvertretung unserer Mitglieder, sei dies in der politischen Arbeit oder der Beratung und Hilfe bei Schwierigkeiten gegenüber den Vorgesetzten und der Verwaltung.

 

Die Sozialpartnerschaft auf Bundesebene bewegt sich und auf einem hohen Niveau. Ich habe festgestellt, dass unsere Meinung gefragt ist, sei dies in der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal, aber auch bei der OZD. Man begegnet sich auf Augenhöhe. Das möchte ich unbedingt weiterführen. Denn eine Konfrontation ist nicht in jedem Fall zielführend.

 

Der Herausforderungen sind aber viele. Bedingt durch den Rechtsrutsch im Nationalrat wird die politische Auseinandersetzung nicht spurlos am Personal vorbeigehen. Es gilt deshalb konsequent, die Interessen der Mitarbeitenden zu vertreten und die gehaltvolle Arbeit zu verteidigen.

 

Wahrscheinlich kommen wir nicht umhin, wieder vermehrt unsere Entschlossenheit für gute Arbeitsbedingungen und gegen den Abbau zu demonstrieren. Aber wenn alles so einfach wäre, dann hätte ich diesen Job nicht angetreten. Ich bin keine Verwalterin, sondern möchte etwas bewegen. Die Politik und der Veränderungswille der Verwaltung werden uns auf Trab halten. Ich freue mich darauf.

 

Heidi Rebsamen, Zentralsekretärin

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