Neue Perspektive für Zollfachleute

23.11.2013

Die EZV hat seit 2012 ein neues Ausbildungsmodell für das Zivilpersonal. Dieses besteht aus einem zweistufigen Studiensystem mit integrierter Berufsprüfung und Berufserfahrung und ist im schweizerischen Bildungssystem auf der Stufe Höhere Berufsbildung angesiedelt.

 

Erster Teil: Grundausbildung ZFL

Der erste Studienteil besteht aus einer zweijährigen Fachausbildung, die Theorie- und Praxisteile umfasst. Er wird mit der Berufsprüfung abgeschlossen, der zur Anstellung als Zollfachfrau / Zollfachmann berechtigt und den Absolventinnen und Absolventen mit dem Erwerb des Fachausweises einen Eidgenössischen Berufsabschluss sichert.

 

Zweiter  Teil: Weiterbildung HF

Der zweite Studienteil beinhaltet schwergewichtig allgemeinbildende Fächer im Bereich der anspruchsvollen Sachbearbeitung und Führung. Neben der Fach- und Führungskompetenz soll auch die Fähigkeit des vernetzten Denkens gefördert werden. Der erfolgreiche Abschluss der Höheren Fachschule (HF) führt zum Titel dipl. Zollexpertin/-experte HF.

Das Plus der HF Zoll

Mit der Höheren Fachschule sichert sich die Eidg. Zollverwaltung die notwendigen beruflichen Kompetenzen, bietet ihren Mitarbeitenden eine attraktive Laufbahnentwicklung an, positioniert sich in der höheren Berufsbildung des Tertiärbereichs, ermöglicht eine verbesserte Durchlässigkeit zu externen Bildungsgängen und leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Arbeitsmarktfähigkeit seines Personals.

Die Höhere Fachschule richtet sich an Kandidatinnen und Kandidaten, die anspruchsvolle Sachbearbeitung- und/oder Führungstätigkeit ausüben oder sich zu deren Übernahme eignen.

 

Die HF Zoll bietet folgende Pluspunkte:

  • erweiterte berufliche Qualifizierung
  • auf Ihre beruflichen Bedürfnisse ausgerichtete Ausbildung
  • erweiterte Laufbahnmöglichkeit in der Zollverwaltung
  • durch die Verwaltung vollumfänglich unterstützte Weiterbildung
  • höchsten Abschluss in der Höheren Berufsbildung auf Tertiärstufe
  • Abschluss, der die Zulassung zu weiteren Bildungsinstitutionen (Fachhochschulen, Universitäten) ermöglicht
  • vergleichbaren Abschluss mit ausländischen Zollbehörden
  • neue und interessante persönliche Kontakte.

 

Selektionsverfahren

Anmeldung: Die Zollkreisdirektoren bzw. die Hauptabteilungs- oder Abteilungschefs entscheiden über die Anmeldung zur Höheren Fachschule.

Zulassung: Über die Zulassung zur Höheren Fachschule entscheidet der Stellvertretende Direktor in Absprache mit den Zollkreisdirektoren bzw. Hauptabteilungs- oder Abteilungschefs.

Bei zu vielen Anmeldungen wird in Absprache mit den Zollkreisdirektionen bzw. Hauptabteilungen/Abteilungen festgelegt, wer mit dem Studiengang beginnen kann. Die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten werden auf eine Warteliste gesetzt.

 

Modulübersicht

Die gesamte HF Zoll basiert auf dem entsprechenden Rahmenlehrplan für Bildungsgänge der Höheren Fachschulen. Sie besteht aus neun unterschiedlich langen Modulen zu folgenden Themenbereichen:

Grundbildung zur Zollfachfrau/zum Zollfachmann, Recht und Politik, Wirtschaftswissenschaften, Führung, Projektmanagement, Methodik und Medien, Sprachen, Kommunikation und fachlicher Weiterbildung.

Nachweislich bereits erworbene Kompetenzen (z.B. bereits besuchte Module oder anderweitig erworbene Kompetenzen durch externe Ausbildungen) können unter der Voraussetzung ihrer Gültigkeit angemessen anerkannt und angerechnet werden.

Karin Bühler, Chefin Stabsdienst Ausbildung EZV a.i.


Der Referenzkurs (Pilotkurs) HF Zoll ist im August 2012 in Bern gestartet; die 15 Kursteilnehmer-/innen werden nächsten Frühling abschliessen. Die ersten ordentlichen HF-Zoll-Kurse haben im Januar 2013 begonnen: deutsch (20 Kursteilnehmende, davon 10 Frauen) und französisch (20, davon 5 Frauen). Die nächste HF-Zoll-Ausbildung beginnt im August 2014. Kursbeginn wird künftig im August sein.


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