Noch keine Entwarnung in der Romandie

19.11.2009

Aussprache mit dem Chef GWK

Am 16.10.2009 hat eine Delegation von garaNto mit dem Grenzwachtkommando (Kdo GWK) in Bern eine Aussprache geführt. Themen waren - einmal mehr - die personelle Notsituation in der Gzw Reg Genf sowie bezahlter Urlaub für gewerkschaftliche Bildungskurse und die Tragpflicht der Namenschilder.

Gzw Reg Genf

Die personelle Situation in der Gzw Reg Genf ist nach wie vor misslich. Mitte Oktober hat es in Genf immer noch 60 Grenzwächter zu wenig gehabt. Gemäss Annahmen des Kdo GWK sollte es Ende 2010 möglich sein, die Verstärkungseinsätze in Genf nach und nach zu reduzieren. Höchste Zeit, denn für das Personal vor Ort, aber auch für Mitarbeitende, die in Genf Verstärkungseinsätze leisten, wird die Situation je länger desto unerträglicher.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich GWK und Polizeikorps auf dem Arbeitsmarkt gegenseitig stark konkurrenzieren. garaNto hat deshalb zwei Gegenmassnahmen vorgeschlagen: Einerseits sind die Anstellungsbedingungen für das GWK zu überprüfen und punktuell anzupassen. Einem Absenken der Anforderungen steht das Kdo GWK skeptisch gegenüber, hat das Anliegen aber trotzdem zur Prüfung entgegengenommen. Anderseits sind der Gzw Reg Genf die notwendigen Entscheid- und Budgetkompetenzen für die Rekrutierung zu gewähren, damit die Kampagnen optimal auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgerichtet werden können.

Vergütungen in La Côte

Klarheit will das GWK bei der Entschädigung der Einsätze des Gzw Po La Côte schaffen: Die Mitarbeitenden erhalten künftig Spesen und Abgeltungen für Fahrauslagen, Zeitanrechnung und Verpflegung - wie das garaNto wiederholt verlangt hat.

Sprachkurse in Genf

garaNto hat eine weitere Forderung erneuert: Die EZV soll die Sprachkurse in Genf vollumfänglich bezahlen. Das Kdo GWK hat dem entgegengehalten, dass dies wegen der Gleichbehandlung von Zivil- und Grenzwachtdienst nicht möglich sei. Das GWK will das Anliegen von garaNto aber nochmals unter dem Blickwinkel einer befristeten Lösung im vollen Interesse des Arbeitgebers prüfen.

Bezahlter Urlaub für Bildungskurse

Die Gzw Reg VIII hat mehreren garaNto-Mitgliedern bezahlten Urlaub für den Besuch unseres Mobbingkurses in der Romandie verweigert. Begründung: Fehlende personelle Ressourcen, u.a. wegen der Verstärkungseinsätze in Genf. garaNto hat dies als gewerkschaftsfeindlichen Akt gebrandmarkt. Der Chef GWK hat diesen Vorwurf zurückgewiesen, aber auch zugesichert, ab 2010 für eine grosszügige, einheitliche Reglung im GWK zu sorgen. Die Verwaltung wolle das gute Verhältnis zu den Gewerkschaften aufrechterhalten.

Namensschilder-Tragepflicht

garaNto ist gegen die Tragepflicht der Namensschilder. Es sind alternative Lösungen zu suchen, die der Sicherheit des Personals, aber auch dem Schutz der Privatsphäre der Mitarbeitenden besser Rechnung tragen. Der Chef GWK hat betont, er verfolge eine möglichst liberale Praxis. So müsse bei mobilen Einsätzen das Namenschild nicht getragen oder die gelbe Weste könne über der Uniform getragen werden. Falls sich jedoch ein ernsthafter Zwischenfall ereignen sollte, würde das GWK auf seinen Entscheid zurückkommen. Dieses Thema werde bis spätestens Frühjahr 2010 in der GWK-Sicherheitskommission behandelt, hat der Chef GWK zugesichert.

André Eicher, Zentralsekretär garaNto

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