Onus est honos: Würde ist Bürde

22.02.2013

Work-Life-Balance für EZV-Kader

 

Wer denkt schon zu Beginn seiner Tätigkeit bei der EZV daran, dass er oder sie eines Tages vielleicht eine Kaderposition innehaben wird? Wer weiss schon, was in 20 Jahren sein wird, wenn man selber erst gerade dem Teenager-Alter entflohen ist und seine ersten Schritte in die totale Selbstständigkeit macht?

 

Am 25. Januar 2013 wurde auf dem EZV-Intranet ein Info-Bulletin des Kommandos GWK aufgeschaltet, das die Teilzeitarbeit beim GWK regelt. Das GWK will sich als moderner Arbeitgeber geben und für seine Mitarbeitenden attraktiv bleiben. Wer will das schon nicht! Wenn man bedenkt, wieviel Geld in die Aus- und Weiterbildung des eigenen Personals investiert wird, ist dies nur verständlich. Man will auch den Müttern nach der Geburt eines Kindes entgegenkommen, und Teilzeitarbeitende sollen die gleichen Weiterbildungen geniessen wie alle anderen auch. Bravo! Es wurde Zeit, dass dies einmal festgehalten worden ist.

 

Jedoch scheint es so zu sein, dass Kader und Speziallisten des GWK besonders unverzichtbare Spezies bleiben. Hier ist ab Teamchef-Stellvertreter/-in schon wieder fertig: mindestens 80-%-Pensum, und ab Postenchef geht gar nichts mehr! Hier ist Nachholbedarf angesagt, denn gerade ab diesen Funktionen ist die Anforderung an den Beruf sehr hoch und steigt stetig. Das Kommando GWK will ein attraktiver Arbeitgeber sein? Dann bitte nicht nur für untere Chargen, sondern auch für das Kader im Betriebsdienst!

 

In den nächsten Jahren werden viele Teamchefs, Postenchefs und Einsatzleiter in Pension gehen; junge Generationen rücken nach, und diese Jungen sind ganz anders aufgewachsen als mancher älterer Grenzwächter unter uns. Junge Leute erwarten, dass sie Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen; sie haben ganz andere Ansprüche an das Leben als noch vor einer bzw. zwei Generationen unsere Väter und Grossväter. Frauen wollen die Möglichkeit haben, Karriere zu machen und Kinder zu haben. Männer wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können. Man kann nicht von Work-Life-Balance reden und sie genau dieser Personalkategorie, die den Betrieb massgeblich trägt, nur halbherzig gewähren.

 

Es geht nicht um mehr Ferien, es geht darum, moderne Arbeitsformen auch für Kader der EZV zu schaffen. Den neuen Lebensformen unserer Gesellschaft ist Rechnung zu tragen – wenn nicht, dann überlegt sich die eine oder der andere junge, motivierte Mitarbeitende, ob er oder sie eine Kaderlaufbahn einschlagen soll oder nicht. Es wäre schade, wenn die EZV wegen fehlender moderner Arbeitsformen fürs Kader den nötigen Kadernachwuchs in den eigenen Reihen nicht finden könnte. Ich warte immer noch auf den Tag, an dem eine Postenchefin mit dem Kinderwagen zur Arbeit kommt und im Grenzwachtposten plötzlich Lego herumliegen. Ich hoffe, nicht mehr lange warten zu müssen.

 

David Leclerc, Zentralpräsident Garanto


Mit diesem Beitrag leitet David Leclerc die Garanto-Kampagne „Work-Life-Balance“ ein. Diese strebt eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben an. Vieles, was der Zentralpräsident hier besonders für die Kader aufführt, gilt sinngemäss für alle EZV-Angestellten. Garanto wird in den nächsten Wochen die Sektionen und die Mitglieder über den Ablauf unserer Kampagne „Work-Life-Balance“ informieren.

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

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