Reorganisation OZD: Bilanz: Insgesamt gut, aber mit Wermutstropfen

18.06.2015

Garanto hat sich während der Konzeption der neuen Prozess- und Aufbauorganisation wiederholt dafür ausgesprochen, dass die Reorganisation der OZD sozialverträglich umgesetzt wird und die einmal definierten Spielregeln beim Stellenbesetzungsprozess konsequent eigehalten werden.

 

An ihrer Feier vom 30. April 2015 hat die OZD im Berner Stade de Suisse den Start zur Umsetzung der neuen Organisation lanciert. Dabei präsentierte sie erstmals Fakten und Zahlen zum Personalbestand sowie zu den Stellenbesetzungen.

 

Sozialverträgliche Umsetzung

Der neue Stellenbestand der OZD (Zoll und GWK) mit rund 700 Stellen bleibt annähernd gleich gross wie derjenige vor der Reorganisation. Dies ist so, weil die OZD 20 Aushilfsstellen in definitive Stellen umgewandelt und das GWK zwei Stellen an den zivilen Zoll abgetreten hat. Der gleichbleibende Stellenbestand und das Versprechen des Oberzolldirektors, die Reorganisation sozialverträglich umzusetzen, haben dazu geführt, dass keine Mitarbeitenden entlassen werden mussten. Dafür gebührt dem Oberzolldirektor Dank und Anerkennung.

 

Gewinner und Verlierer

164 Mitarbeitende haben eine höhere Lohnklasse als vor der Reorganisation. 45 Mitarbeitende dagegen mussten eine tiefere Lohnklasse akzeptieren. Davon haben 10 Mitarbeitende vom Generalsekretariat des EFD eine Ad-personam-Einreihung erhalten, 13 Mitarbeitende eine unbefristete und 22 Mitarbeitende eine 2-jährige Besitzstandgarantie. Sieben Arbeitsverhältnisse sind im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst worden, darunter sind einige Frühpensionierungen. Von sich aus haben vier Mitarbeitende gekündigt, drei befristete Arbeitsverträge wurden nicht verlängert; 12 Angestellte werden mit Sonderaufgaben als sogenannter „Überhang“ während einer genau vereinbarten Zeit weiterbeschäftigt.

 

Die mehrheitlich positive Bilanz darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Verlierer gibt. Betroffene stören sich nicht nur am tieferen Lohn beispielsweise nach Ablauf der 2-jährigen Besitzstandgarantie, sondern auch daran, dass ihre Arbeitsleistung plötzlich weniger wert sein soll als noch vor der Reorganisation.

 

Stellenbesetzungsprozess

Im Prozess der Stellenbesetzungen wurde von der OZD vorgegeben, wie die Nominationen per 1. Mai 2015 vorzunehmen seien. Die meisten Organisationseinheiten hielten sich daran und schafften es, die heikle Phase der Stellenbesetzungen souverän zu meistern. Einige wenige Organisationseinheiten dagegen waren intransparent, indem sie beispielsweise Pseudo-Auswahlverfahren veranstalteten, nicht offen und ehrlich kommunizierten oder bisherige Stellen gezielt tiefer bewerteten, damit sie mit der persönlich favorisierten Organisationsstruktur kompatibel werden, statt mit den tatsächlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Für solche Winkelzüge hat Garanto kein Verständnis.

 

Nachbesserungen

Nach der Reorganisation ist vor der Reorganisation. Klar ist, dass es noch punktuellen Korrekturbedarf gibt. In ihrer Eingabe vom 6. Juni 2015 an den Oberzolldirektor fordert Garanto Anpassungen, etwa in der Hauptabteilung Verfahren und Betrieb. Falls erforderlich, folgen weitere Eingaben. Erstaunt ist Garanto auch darüber, dass die OZD in ihrem Kompetenzbereich, ganz im Gegensatz zum Generalsekretariat EFD, keine Ad-personam-Einreihungen vorgenommen hat. Auch hier verlangt Garanto Korrekturen

 

André Eicher, Zentralsekretär

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