Spannende, aber harte Jobs

20.09.2014

Eng und düster ist der lange, schmale Gang zu den Passkontrollkabinen „Les Trompettes“. Diese Anlage ist nur eine der vielen Zollübergänge am Flughafen und liegt unter dem Flugfeld. Darüber brennt die Sonne vom wolkenlosen, blauen Himmel auf Genf herunter. Ausnahmsweise gibt es wieder einmal einen der dieses Jahr so seltenen Sommertage. Davon bekommen die Grenzwächter/-innen  bei der Passkontrollstelle „Les Trompettes“ nichts mit. Bis zu acht Stunden arbeiten sie in kleinen Kabinen, immer unter Kunstlicht – ohne Ausblick.

 

Am Nachmittag ist wie üblich nicht viel Betrieb hier – gute Gelegenheit für die Besichtigung von Einrichtungen der EZV am Genfer Flughafen. Der Kommandant der GWK-Region VI (GE), Claude Meylan, der Abteilungsleiter des Zollkreises III, Jean-Marc Donzallaz, Zollinspektor Vanni Soldati und Postenchef Eric Launaz führen den Zentralvorstand von Garanto durch mehrere, recht verstreut liegende Dienstorte von Zoll und GWK. Begonnen haben wir unsere Tour beim Reisendenverkehr im Zollinspektorat Genf-Flughafen, wo Abteilungsleiter Soldati Organisation und Dienste des zivilen Zollpersonals erläutert. Alle haben ein offenes Ohr bei den Gesprächen mit dem ZV und Mitarbeitenden vor Ort. Hoffentlich auch für den Vorschlag von Garanto, dass im düsteren „Schlauch“ von „Les Trompettes“ zum Schutze der Gesundheit der Mitarbeitenden fleissiger gewechselt und keine vollen Schichten mehr gearbeitet werden sollten: Jeder soll nach zwei Stunden wieder an einem anderen, erträglicheren Ort arbeiten – bei Tageslicht.

 

Ein Lichtblick ist, dass in Genf demnächst automatisierte Passkontrollkabinen getestet werden sollen. Wenn das gut läuft, würden dort dann weniger Grenzwächter/-innen benötigt und könnten dafür die Lücken an der Grenze besser schliessen. Wenn zudem der Kanton Genf – wie beabsichtigt – die Passkontrolle durch eigene Passkontrolleure übernähme, würden weitere Ressourcen für die anderen Aufgaben des GWK frei.

 

Konfrontiert mit dem da und dort gehörten Vorwurf, dass sich Zoll und GWK vom Flughafen Genf gängeln lassen und ihre Bedürfnisse nicht so wie in Zürich durchsetzen, betont der GWK-Regionenkommandant, dass nicht die EZV, sondern der Flughafen für die baulichen Einrichtungen der EZV vor Ort aufkomme – immerhin. Dass der Flughafen Genf aus allen Nähten platzt und nur noch eine Erweiterungsmöglichkeit gegen Osten hat, mag unter den gegeben geografischen und politischen Umständen erklärbar sein, erschwert aber den Dienst vor Ort merklich, trotz inzwischen erfolgter sowie bevorstehender Verbesserungen.

 

Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter

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