Über 15’000 an SGB-Kundgebung

26.10.2013

Mehr als 15’000 Menschen haben am Samstag, 21. September 2013, in Bern an einer Kundgebung des SGB gegen Lohndumping und Rentenklau sowie für faire Arbeitsbedingungen demonstriert.

 

„Stoppen wir die sozialpolitische Brandstiftung, bevor der Flächenbrand beginnt!“, rief ihnen SGB-Präsident Rechsteiner auf dem Bundesplatz zu. Es brauche die „soziale Wende“: weg von extrem ungleich verteilten Vermögen und Löhnen, weg von im Bundeshaus vorbereitetem Rentenklau, weg von SBB-Wackelrenten „als Testlauf für alle Pensionskassen“, hin zu gerechten Löhnen, hin zu griffigem Lohnschutz und hin zu anständigen Renten. „Darum braucht es „AHV plus“ und die Mindestlohn-Initiative.“

 

In einem Sternmarsch und nach verschiedenen Vorkundgebungen hatten sich zuvor die Teilnehmenden farbenfroh und lautstark, aber stets friedlich, auf verschiedenen Routen durch die Berner Innenstadt zum Bundesplatz bewegt.

 

Vania Alleva, Co-Präsidentin der Gewerkschaft Unia und SGB-Vize-Präsidentin, klagte dort an: Im „Erfolgsmodell Schweiz“ gäbe es gegen eine Million Armutsbetroffene und fast eine halbe Million Beschäftigte mit Tieflöhnen. Deshalb: „Löhne unter 4000 Franken darf es in der reichen und teuren Schweiz nicht mehr geben. Und niemand soll mehr als zwölf Mal soviel verdienen, wie der Schlechtestbezahlte im gleichen Betrieb.“ Für nächstes Jahr seien zudem eine Lohnerhöhung für alle sowie mehr Schutz und bessere flankierende Massnahmen gegen Lohndumping verlangt.

 

Keine variablen Renten!

„Wackelrenten sind unzumutbar, beschämend, gefährlich – sorgen wir stattdessen für eine gerechte Altersvorsorge für alle!“ so verurteilte Giorgio Tuti auf dem Bundesplatz und in einer Vorkundgebung des SEV den Versuch der SBB-Pensionskasse, Spekulationsverluste allein den Rentner/-innen aufzubürden. „Wir schauen dem Bundesrat genau auf die Finger, wenn er in den nächsten Monaten und Jahren die Altersvorsorge neu regeln will. Wir werden keine Vorschläge akzeptieren, die schön tönen, aber Rentenklau bedeuten. Wir bleiben dabei: Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat ein Anrecht auf ein Alter in Würde und Anstand.“

 

Gegen zunehmenden Stress bei der Arbeit und die weitere Ausdehnung von Nacht- und Sonntagsarbeit wandte sich Alain Carrupt, Co-Präsident der Gewerkschaft Syndicom: „Die Arbeitnehmenden verdienen mehr Respekt; Gesundheit und Familienleben sind mehr wert als die Möglichkeit, morgens um Drei eine Tiefkühlpizza zu kaufen.“

Ewald Ackermann, SGB (21.09.2013)


Garanto an der grossen SGB-Demo 2013

 

Die grosse nationale Kundgebung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) vom Samstag, 21.09.2013, hat leider nur wenig Zulauf von Garanto-Mitgliedern verzeichnet – etwas weniger als uns angemeldet und deutlich weniger als von allen erwartet. Nichtsdestotrotz zeigten gut 30 Garanto-Mitglieder unbeirrt ihre Flagge und ihre Solidarität mit unserem grössten Dachverband und vielen Arbeitnehmenden unseres Landes.

 

Wie so oft an den grossen und stets friedlichen SGB-Kundgebungen war es auch an jenem Spätsommer-Samstag in Bern sonnig und heiter. Zu sonnig und zu warm vielleicht für manche Garanto-Mitglieder? Oder hat es am Motto und den Hauptthemen gelegen, welche nicht gerade die ersten Anliegen unseres Verbandes in den Vordergrund gestellt haben – zumindest nicht auf den ersten Blick?

 

Was auch immer im Einzelfall den Ausschlag gegeben haben mag, schade ist auf jeden Fall, dass Garanto nicht mehr Kolleginnen und Kollegen auf den Bundesplatz gebracht hat. Umso mehr als wir ja wissen, dass sich unsere Mitglieder für Anliegen des Bundespersonals generell und von Garanto speziell wesentlich besser mobilisieren lassen – immerhin. Bis es wieder soweit ist: herzlichen Dank all unseren unentwegten Teilnehmern/-innen in Bern.

Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter Garanto


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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

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