Wertschätzung und Sozialpartnerschaft sehen anders aus

Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) ist, wie die anderen Bundespersonalverbände, immer bereit gewesen, konstruktive Lohngespräche mit dem Bundesrat zu führen. Die Gespräche der Bundespersonalverbände mit Bundesrat Ueli Maurer am 7. November 2016 – mit moderaten Forderungen seitens der Verbände – sind aus meiner Sicht eine einseitige Alibi-Übung für den Bundesrat gewesen.

Niemand verkennt, dass der Bundesrat bzw. der Vorsteher des Eidg. Finanzdepartements (EZV) und oberster Personalchef nicht mit den Vertreterinnen und Vertretern des Bundespersonals allein und frei über Lohnmassnahmen entscheiden kann. Wenn aber kein Argument der VGB und der anderen Bundespersonalverbände ernstgenommen wird und Bundesrat Maurer seine Kompetenz und Verantwortung nicht wahrnimmt, sondern immer wieder auf das Parlament abschiebt, ist das ebenso unbegreiflich wie unglaubwürdig.

Wertschätzung und Motivation

Wo bleibt jetzt die von Bundesrat Maurer mehrmals bekräftigte Wertschätzung „seines“ Personals und dessen anerkannt guten Leistungen? Wenn selbst der Überschuss von 2,2 Mrd. Fr. der Bundeskasse 2016 nicht einmal zu einem Prozent Lohnerhöhung 2017 führt und auch alle anderen, gut begründeten Argumente nicht zählen, was dann? Nicht einmal die alternative Mindestforderung der Bundespersonalverbände für diese Lohngespräche, eine bescheidene Einmalzahlung von 1‘500 Franken, als Geste des guten Willens und der Wertschätzung, hat Gnade beim Finanzminister gefunden. Der oberste Personalchef hätte ein Zeichen setzen können. Doch auch dieses Dankeschön gibt es nicht.

Diese Knausrigkeit und der enorme Druck durch laufende und vielleicht sogar noch mehr Spar- und Abbaupläne sind Gift für die Motivation der Bundesangestellten, gerade auch beim Zoll.

Ich werde als aktives Garanto-Mitglied weiterhin jede Gelegenheit ergreifen, um mit unserem Verband unbeirrrt gegen die Sparwut von Bundesrat und Parlament zu kämpfen. Wir, die Mitarbeiter der Bundesverwaltung, machen einen guten Job. Und Wertschätzung muss künftig auch wieder Lohnsteigerungen beinhalten.

Bernd Talg, Vizepräsident Garanto / Dienstchef EZV

(s. Medienmitteilung der VGB vom 08.11.2016)

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