Zusammenarbeit von Gewerkschaften: Runder Tisch

21.04.2009

Neue Formen im Visier

 

Nach dem faktischen Scheitern des Dreier-Fusionsprojekts von VPOD, GeKo und Comedia (s. untenstehende Medienmitteilung) soll und wird die Suche nach Synergien und neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften trotzdem weitergehen.

Deshalb luden die drei ursprünglich fusionswilligen Gewerkschaften die weiteren SGB-Verbände - darunter garaNto - sowie Transfair zur Aussprache am 1. April 2009 ein. Dabei sind die Karten offen auf den Tisch gelegt worden.

Die GeKo und Comedia streben bekanntlich nun die Zweierfusion an. Der VPOD und die anderen Verbände wollen andere Formen verstärkter Zusammenarbeit und Synergie-Nutzungen prüfen. Das nächste Treffen der interessierten Verbände soll im Dezember 2009 stattfinden. garaNto hat die neue Ausgangslage in ihrer Doppelstrategie berücksichtigt und wird diese an der Präsidentenkonferenz am 14./15. Mai 2009 diskutieren.

OZ


Medienmitteilung VPOD, GeKo und Comedia vom 13.03.2009

Dreierfusion mit wenig Synergien

Der Zusammenschluss der Mediengewerkschaft Comedia, der Gewerkschaft Kommunikation (GeKo) und des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) soll nicht weiterverfolgt werden. Die Projektsteuerung hat am Freitag, 13. März 2009, beschlossen, den zuständigen Entscheidungsorganen der drei Gewerkschaften den Antrag zu stellen, das Fusionsprojekt nicht fortzusetzen.

Mit einer Projektskizze haben Comedia, GeKo und VPOD Ende Februar 2008 in ihren Organisationen die Idee eines Zusammenschlusses lanciert. Die inzwischen durchgeführte Vorprüfung ergab nun, dass die Strukturen und Bedürfnisse der drei Gewerkschaften mit insgesamt rund 85'000 Mitgliedern zu unterschiedlich sind.

Die Gewerkschaften Kommunikation (Post, Telekommunikation) und Comedia (grafische Industrie, Presse und elektronische Medien, Buchhandel) sind in erster Linie in Bereichen mit national tätigen Unternehmungen oder landesweit bzw. überregional ausgerichteten Gesamtarbeitsverträgen tätig. Sie benötigen daher eine auf zentrale Bewegungs- und Verhandlungsführung ausgerichtete Organisation, die sich in erster Linie an Branchen orientiert. Die Gewerkschaft VPOD (öffentliche Dienste, Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen) organisiert dagegen hauptsächlich das Personal regionaler oder lokaler Arbeitgeber, die branchenübergreifend tätig sind, was in Bezug auf Bewegungs- und Verhandlungsführung andere Organisationsprinzipien notwendig macht.

Aufgrund dieser Sachverhalte kamen sowohl der Projektausschuss wie auch die massgebende Projektsteuerung zum Resultat, dass mit der in Aussicht genommenen Dreierfusion nicht die notwendigen und gewünschten Synergien für die Stärkung der Bewegung erzielt werden können. Definitiv über den Antrag entscheiden nun die jeweils zuständigen Gremien der drei Gewerkschaften.

In allen drei Gewerkschaften wurde die Diskussion mit den Kolleginnen und Kollegen als bereichernd und anregend empfunden. Unabhängig von den organisationspolitischen Konsequenzen resultieren aus der Arbeit zahlreiche Erkenntnisse, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden können. Dort wo es Berührungs- und Schnittpunkte gibt, wollen die drei Gewerkschaften die Zusammenarbeit in der gewerkschaftlichen Aktion und Bewegung von Fall zu Fall fortsetzen und intensivieren.

Die Geschäftsleitungen von GeKo und Comedia haben zudem vereinbart, den Zusammenschluss ihrer Organisationen weiter zu prüfen und ihren Leitungsgremien die Option einer Zweierfusion zu unterbreiten.


 

 

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