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Die Grenzsicherheit auf Kosten der Zöllner – und der Schweizer?

Die Schüsse am Donnerstag, dem 20. August, nahe der Grenze bei Thônex, bei denen eine Person verletzt wurde, sind ein weiteres Beispiel dafür – eines von vielen – wie sich die Sicherheitslage verschlechtert. Seit 2025 nehmen die Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Mafiakrieg in dieser Region zu.

DieMitarbeiter des Bundesamts für Grenzsicherheit (BAZG) stehen an vorderster Front.

Die Reaktion der Behörden? Man redet ohne Unterlass von Vielseitigkeit.

Aber die Sicherheit des Zollpersonals und die der Bevölkerung lässt sich nicht mit einem gut klingenden Wort gewährleisten.

Ein Fehler bei der Personenkontrolle kann ein Leben kosten, sogar mehrere. Ein Fehler im Kampf gegen den Betrug kann auch bedeuten, dass Tausende von Franken den Kassen des Bundes entgehen.

Überfälle auf Waffenläden, Diebstähle von Luxusfahrzeugen, Angriffe auf Geldautomaten, Home-Jacking, Drogenhandel oder auch falsche Polizisten: Die Kriminalität entwickelt sich weiter, aber die Mittel des Zolls halten nicht Schritt (von denen der Kantonspolizei wollen wir gar nicht erst reden…).

Obwohl das BAZG massgeblich zu den Einnahmen des Bundes beiträgt, ist es weiterhin von Sparprogrammen betroffen. Genau wie die anderen Ämter. Reduzierte Sicherheitsausbildung, veraltete Ausrüstung, marode Infrastruktur. Unsere MP5 sind manchmal fast 50 Jahre alt, für unsere P30-Pistolen gibt’s keine Garantie mehr und die Schutzausrüstung ist veraltet.

Wir haben bereits sowohl öffentlich Alarm geschlagen (insbesondere im Parlament) als auch in unseren Sitzungen mit der Direktion. Doch es ändert sich nichts – oder nur sehr wenig.

Wie lange soll Sicherheit denn noch eine Spargrösse sein?

Das Budget der Armee steigt. Gut. Es geht um die Sicherheit des Landes. Aber gerade die Sicherheit der Schweizer lässt sich nicht auf ihre militärische Dimension reduzieren. Wir fordern daher, dass auch das BAZG zusätzliche Mittel erhält, um in Zusammenarbeit mit den kantonalen Polizeikorps – deren Personalbestand ebenfalls unzureichend ist – der grenzüberschreitenden Kriminalität entgegenzutreten.

Wir fordern einen unseren Aufgaben angemessenen Personalbestand, eine verstärkte Sicherheitsausbildung, modernes Material und eine geeignete Infrastruktur.

Die BAZG-Angestellten verlangen keine Privilegien. Sie verlangen die Mittel, um ihre Arbeit für die Schweiz und die Schweizer zu erledigen und sicher nach Hause zu kommen.

Die Sicherheit der BAZG-Angestellten an der Front ist nämlich nicht verhandelbar. Genauso wenig wie die der Schweizer, die sie schützen sollen.

Kontaktpersonen

  • Jean-Luc Addor, presidente centrale Garanto, consigliere nazionale VS, 078 824 36 64

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