100-Tage-Bilanz des Vizepräsidenten von Garanto

25.02.2015

Hundert Tage bemisst sich die Frist, die einem neuen Amtsinhaber oder einer neuen Regierung gewährt wird, um sich einzuarbeiten und erste Ergebnisse vorzuweisen.

 

Ich habe das Amt als Vizepräsident nicht gesucht, sondern das Amt hat mich gefunden.

 

Gleich nach meiner Wahl zum Vizepräsidenten an der 6. Sitzung 2014 des Zentralvorstands vom 17. Oktober 2014 begann meine Arbeit mit einem wichtigen internen Geschäft: Es galt, die Wahl eines neuen Zentralsekretärs oder einer neuen Zentralsekretärin aufzugleisen. Das heisst, die erste gewerkschaftliche Tätigkeit bestand aus Arbeitgeberarbeit. Da gerade die Gewerkschaften nicht im Ruf stehen, vorbildliche Arbeitgeber zu sein, möchten wir als Gewerkschaft Garanto dies natürlich besser machen. Mit drei Mitarbeiter/-innen und rund einer Million Franken Umsatz ist Garanto eigentlich ein kleines KMU. Der Zentralvorstand bildet zusammen mit dem Zentralsekretär eine Art Geschäftsleitung, unser Zentralpräsident ist der „CEO“ und ich sein Stellvertreter. Die Wahl ist nun bestens vorbereitet, die Termine fixiert, der Ablauf geplant und die nötigen Gremien gewählt.

 

Meine erste Aussprache mit der Geschäftsleitung EZV (GL EZV) fand bereits im November 2014 statt. Auf der einen Seite des Tisches unser Zentralpräsident, unser Zentralsekretär und ich, auf der anderen Seite die Leitung der Oberzolldirektion. Es wurden diverse Themen (z.B. Reorganisation OZD, Personalbeurteilung, Arbeitsmarktzulage usw.) kontrovers verhandelt – gelebte Sozialpartnerschaft. Sozialpartnerschaft bedeutet Mitsprache und Mitwirkung, das heisst, wir müssen mit Argumenten überzeugen, da die Entscheide schlussendlich durch die GL/EZV getroffen werden.

 

Obwohl ich viele Jahre Gewerkschafts- sowie Berufserfahrung habe, ist es doch eine neue, ungewohnte Situation, als Gewerkschaftsvertreter meinen obersten Chefs/-innen gegenüberzusitzen und zu verhandeln. Ab und zu muss ich mir selber, aber auch der GL EZV, in Erinnerung rufen, dass ich nicht als untergebener Mitarbeiter am Tisch sitze, sondern als gewählter Vertreter des Personals (Mitglieder von Garanto).

 

Am 9. Dezember 2014 folgte dann die alljährliche Informationskonferenz OZD mit den Personalverbänden. Wie es der Name schon sagt, wird diese Veranstaltung durch die EZV genutzt, um die Personalverbände zu informieren. Nebst Garanto nehmen jeweils auch weitere Personalorganisationen teil (PVB, Transfair, Vereinigung der GWK-Offiziere, Verband der Edelmetallprüfer).

 

Jahresabschluss bildete die 7. Zentralvorstandsitzung 2014 vom 11./12. Dezember 2014. Über diese wurde in unserer Januar-Zeitung berichtet. Auch die erste Sitzung des ZV im 2015 ist bereits Geschichte. Diese fand am 30. Januar 2015 statt, mit Themen wie: GVs der Sektionen, Mitgliederwerbung, Bildungskurs III, Kampagne „Stärkung des zivilen Zollpersonals“, Dienstwohnungen, Zollveranlagungsprozess, Reorganisation OZD,  Betriebliche Gesundheitsförderung und vielem mehr.

Fazit: Mein Amt als Vizepräsident ist anspruchsvoll, anforderungsreich, aber auch sehr interessant und lehrreich.

Robert Bucher, Vizepräsident Garanto

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

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