Bundespersonal erhält 2008 eine Reallohnerhöhung von 1%

30.11.2007

Nach zähen Verhandlungen haben die Vertreter der Bundespersonalverbände am 27. November 2007 Bundesrat Merz überzeugt, bereits 2008 die Reallöhne zu erhöhen. Die 1% Lohnerhöhung erfolgt auf den Primatswechsel von Publica hin, also auf 1. Juli 2008. Ursprünglich wollte der Bundesrat die Löhne ja erst auf 2009 real erhöhen. Somit haben die Gewerkschaft garaNto und die verbündeten Bundespersonalverbände einen ersten Etappensieg bei der Reallohnerhöhung errungen.

 

Teuerung mit Altlastenausgleich plus versicherte Einmalzulage

Unbestritten war der Einbau der von 2004 bis 2007 aufgelaufenen Teuerung. Dieser Altlastenausgleich von 3,1% wird ebenfalls auf den Primatswechsel hin wirksam. Damit das Bundespersonal bis zum Primatswechsel nicht ohne Teuerungsausgleich dasteht, wird im ersten Quartal 2008 zusätzlich eine im Ergänzungsplan versicherte Einmalzulage von 0,95% ausgeschüttet - also die Hälfte der März-Zulage 2007.

Der auszurichtende Teuerungsausgleich errechnet sich wie folgt:

Jahresteuerung

Rate

2004

1,3%

2005

1,0%

2006

0,6%

2007 (Prognose Oktober)

1,4% *

Total4,3% *

per 1.1.2007 ausgeglichen

1,2%

Rest3,1% *

* Schätzung

 

Kein Grundlagenpapier ohne verbindliche Eckwerte!


Nicht bereit waren die Bundespersonalverbände zur Unterzeichnung der Gemeinsamen Absichtserklärung ohne verbindliche Eckwerte zur laufenden Revision des Bundespersonalgesetzes (BPG). Diese Gemeinsame Absichtserklärung sollte zu Beginn jeder neuen Legislaturperiode als eine Art Charta der Sozialpartnerschaft beim Bund unterzeichnet werden. garaNto-Zentralsekretär Giordano Schera hat das Nein gegenüber anderen Bundespersonalverbänden und gegenüber Bundesrat Merz folgendermassen verteidigt: „Mir fehlt dazu jegliches Mandat der Basis. Im Gegenteil: Wir haben unsere Basisvertretungen dazu befragt - und das Ergebnis war einhellig: Keine Unterschrift ohne verbindliche Eckwerte, insbesondere nicht ohne Kündigungsschutz."

Die nächsten Verhandlungen zur BPG-Revision finden am 22. Januar 2008 statt. Dann will man auch die Verhandlungen zur Erneuerung der Gemeinsamen Absichtserklärung wieder aufnehmen. Dazu Giordano Schera: „Ohne das Festschreiben von Eckwerten -hat diese Gemeinsame Absichtserklärung keinen Sinn, sondern bleibt ein vollbeschriebenes, aber wertloses Papier."


(Medienmitteilung des EFD vom 27.11.2007 zu den Lohnverhandlungen unter: www.efd.admin.ch, => Aktuell => Medieninformationen)

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