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17.02.2022

Böses Erwachen bei 128 Einreihungen im DB Operationen – Garanto wehrt sich

Ist das der Umgang mit dem ehemaligen Zollkader, welches sich ordentlich und gemäss Vorstellungen des BAZG beworben hat? Anscheinend. Das Präsidium von Garanto bedauert dies. In den vergangenen Tagen haben uns nämlich Anfragen von Mitgliedern erreicht, die als künftige Kader einen Lohnklassenverlust hinnehmen müssen, ohne von der ausgehandelten Übergangsfrist geschützt zu sein. Dieses Vorgehen erachten wir für falsch und haben dementsprechend sofort interveniert. Die Forderung war, die Übernahme der ausgehandelten Übergangsfristen auch für das Zollkader. Leider erfolglos.

Heute haben wir die Nachricht erhalten, dass das BAZG daran festhält Einzelfalllösungen zu suchen. Von einer längeren Übergangsfrist als das Personalgesetz vorsieht, sehen die Verantwortlichen des BAZG aber ab.

Werden jene Zollkader bestraft, die sich neu beworben haben?

Kader, insbesondere jene mit Zollausbildung, verlieren ein bis zwei Lohnklassen. Das ist unschön, aber laut Bundespersonalgesetz zumutbar bei einer Reorganisation. Garanto kennt Fälle von betroffenen Zollfachleuten. Stossend dabei ist, dass jene Personen, die sich nicht beworben haben, in der bisherigen Lohnklasse bleibt und von den Übergangsfristen profitiert, welche ausgehandelt wurden. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Die vom Lohnklassenverlust Betroffenen fühlen sich hintergangen, weil sie zum Zeitpunkt der Unterschrift unter die Vereinbarung nicht wissen konnten, dass eine Übergangsfrist ausgehandelt werden wird und sie die Verlierer auf der ganzen Strecke sind. Das können wir so nicht hinnehmen! Gerne begleiten wir die Zollkader beim Gespräch. Wir fordern Direktor Bock erneut auf, die Situation zu hinterfragen.

Wermutstropfen: Unzumutbare Lohnklasseneinbussen werden korrigiert

Auch andere Personen verlieren Lohnklassen, weil die Funktion, welche sie im Moment einnehmen viel tiefer eingereiht wird. Dieses Angebot des BAZG ist klar unzumutbar. Das BAZG hält denn auch fest: «Wir bieten allen, die eine unzumutbare Lohnklasseneinbusse haben, eine Rückkehr auf die alte Stelle oder dann auf eine andere Funktion an, sollte es die alte Stelle resp. Funktion nicht mehr geben.»

Klarstellung

Garanto hat nur beim Stellenbeschrieb Fachspezialist:in Zoll- und Grenzsicherheit mitgearbeitet und verhandelt. Alle anderen Funktionen hat die damalige EZV ausgearbeitet und dem EPA zur Bewertung übergeben. Das EPA hat die neuen Einreihungen verfügt.

Projekt cultura in Gefahr

Die eigentliche Absicht des Projektes cultura, die beiden Personalkategorien Zoll und GWK zusammenzuführen, wird unterwandert. Denn man gewinnt den Eindruck, dass der Lohnklassenverlust nur den zivilen Zoll betrifft. Der Verlust der Lohnklasse bedeutet weniger Lohn und eine tiefere Pensionskassenrente im Alter. Das kann man nicht einfach so hinnehmen und topmotiviert weiterarbeiten.

Generell fehlt es den bestehenden Zollfachleuten an Wertschätzung für ihre Arbeit. Von einer guten Zusammenführung kann keine Rede sein, wenn die Wertschätzung nur eine Personalkategorie betrifft und die Opfer bei der anderen Personalkategorie anfallen. Viele zivile Zollfachleute beklagen darüber hinaus, dass ihnen die militärische Kultur des GWK übergestülpt wird. So wird ein beträchtlicher Teil der Zollfamilie entfremdet und nicht abgeholt. Wir fordern den Direktor auf, Gegensteuer zu geben.

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