Gespräche mit der GL-BAZG 2026

Eine Garanto-Vertretung sitzt alle rund drei Monate mit der Geschäftsleitung des BAZG zusammen. In diesen Sitzungen bringt Garanto, vertreten von der Zentralsekretärin und Teilen des Präsidiums, Punkte auf den Tisch, die den Arbeitsplatz, die Reorganisation und die zukünftigen Stossrichtungen und Herausforderungen der BAZG-Mitarbeitenden betreffen.
Erstes Trimester
Im ersten Trimester des Jahres sass Garanto je einmal mit dem Direktor Pascal Lüthi und dem Chef DB OP Cédric Doleyres zusammen. Unter anderem besprach Garanto:
- die Umsetzung der Sparmassnahmen
- die Lohneinreihung der neuen Stellenprofile
- die Möglichkeit der Mitsprache in zukünftigen Stellenbeschrieben wegen der Lohneinreihung
- die Zusammensetzung der Kommission Gesundheit & Diversity
- die Möglichkeit für Angestellte im Aufgabenvollzug, Allegra zu besuchen
- die Möglichkeit von effizienteren Kontrollen erster Linie (allein statt zu zweit)
Weiter liess sich Garanto Ende Februar vom neuen Chef DB Grundlagen Carmine Teta über die Reorganisation der Risikoanalyse & Analytik informieren. Es ist eine Abkehr der vor fünf Jahren ins Leben gerufenen Kursrichtung; die Risikoanalyse soll wieder näher an der Front getätigt werden. Das Personal wurde bereits informiert. Vorerst bedeutet diese Reorganisation für den grössten Teil des Personals keine vertragliche Änderung. Garanto prüft die Rechte der Mitarbeitenden.
Zweites Trimester
Im zweiten Trimester sass Garanto am 4. Mai (DB OP) und 12. Mai (Direktion) wieder mit der GL-BAZG zusammen.
Die Diskussionspunkte mit dem Chef DB OP:
- Zusammenlegung der Lokal- und Regionalebenen
- Mindestlohn für Mitarbeitende im Import-Export
- Anpassung der Einsatzregeln: In den Sicherheitsbereichen von Flughafen können Personenkontrollen neu allein, ohne Waffe und ohne schusssichere Weste geführt werden.
Die Diskussionspunkte mit dem Direktor:
- Ausbildung, Prüfungen und Durchfallsquote sowie die geplanten Verbesserungsmassnahmen, um die hohe Quote bei den Abbrüchen zu senken
- Reorganisation: Die Aufgaben an der Front bleiben unverändert, der Personalabbau betrifft weder die Angestellten an der Front noch die Aspiranten.
Drittes Trimester
Die wichtigsten Diskussionspunkte:
- In Sachen Dienstwohnungen sucht das BAZG Lösungen. Der Bund möchte alle Gebäude veräussern, aber es wurden zwei Sonderzonen ausgearbeitet, weil es auch in Zukunft konkreten Bedarf gibt für Dienstwohnungen. Es sind dies der Raum Genf und das Engadin. Dort sollen die Dienstwohnungen weiterhin behalten werden, auch wenn die Einnahmen nicht in die BAZG-Kasse fliessen, aber das BAZG-Budget belasten.
- Die Sparvorgaben des Bundes belasten das BAZG. Insbesondere will das Parlament die Sicherheit der Schweiz erhöhen, fokussiert aber einseitig auf die Armee. Hier will Garanto mit den anderen Personalverbänden koordinieren, weil es um einen Konkurrenzkampf zwischen Departementen um die Geldressourcen geht.
Viertes Trimester
Die wichtigsten Diskussionspunkte:
- Einsatzzentrale: Das BAZG möchtem dass die Mitarbeiter der Einsatzzentralen ihre Schusswaffe abgeben. Garanto stellt sich auf den Standpunkt, dass sie ihre Waffe vorerst nicht abgeben sollen. Dies soll die betroffenen Mitarbeiter einfacher ermöglichen, zurück an die Front zu wechseln, wenn sie darin mehr Perspektiven für sich sehen. Zudem plant das BAZG neue Stellenprofile für die Einsatzzentrale. Das BAZG will in den Einsatzzentralen das Personal nicht abbauen, sondern eher ausbauen. Garanto und das BAZG haben in beiden Punkten noch keinen klaren Konsens und werden Kompromisse suchen müssen. Der Prozess für die Zukunft der Einsatzzentralen ist jedoch erst ganz am Anfang.
- Dienstwohnungen: Der BAZG-Direktor wiederholte seine Absicht, die Dienstwohnungen in den Sonderzonen zu behalten.
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