Freie Wahl der Arbeitszeit-Menüs

29.09.2013

Es gibt gewisse Ereignisse, die sich jedes Jahr wiederholen. Geburtstag, Ostern, Weinachten, Ferien usw. So ein Ereignis in unserer Verwaltung ist das Festlegen der Arbeitszeit-Menüs fürs nächste Jahr, und da ist die Kreativität der Vorgesetzten schon fast so gross wie die Möbelauswahl eines berühmten schwedischen Möbelkonzerns.

 

Bis vor kurzem hatten wir die Auswahl aus zwölf Arbeitszeit-Menüs. Alle Möglichkeiten waren darin vertreten: von mehr Arbeit und mehr Ferien bis zu weniger Lohn und mehr Freizeit und sogar mehr Lohn. So weit so gut. Doch dann fing es an, das Streichkonzert. Als erstes wurde infolge mangelnder Finanzen die Möglichkeiten von mehr Arbeit und mehr Lohn gestrichen, dies war für die meisten Mitarbeitenden noch nachvollziehbar.

 

Was aber nicht nachvollziehbar war und ist, dass bei den verbleibenden Arbeitszeit-Menüs weiter gestrichen wird. Mit der Revision des BPG und der Verordnungen wurde auch die Anzahl der Menüs neu definiert, und es verbleiben noch deren fünf. Jetzt kommt der Punkt, der für mich inakzeptabel ist: Nach wie vor werden diese fünf Möglichkeiten eingeschränkt, mit Argumenten, die in meinen Augen mehr als nur billig sind!

 

Mittlerweile ist es so, dass die vier Zollkreise und sieben Grenzwachtregionen alle ihre eigene spezielle Lösung haben. Ich habe immer gemeint, wir seien ein einziges grosses Unternehmen – weit gefehlt! Bei den Arbeitszeit-Menüs habe ich das Gefühl, dass jeder macht was er will.

 

Das Streichkonzert wird in erster Linie mit Unterbeständen begründet. Nur stellt sich für mich die Frage: Sind es wirklich die Unterbestände oder ist die Sichtweise der Chefs, die man hinterfragen muss? Unterbestand ist für mich, wenn Stellen nicht besetzt werden können und nicht, wenn die Mitarbeitenden infolge spezieller Funktionen wie Auslandeinsatz, Tiger, Fox, Stage usw. abkommandiert sind. Unterbestand bedeutet, dass wir eine Verzichtserklärung machen müssten für diverse Bereiche unseres Leistungsauftrages. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Argument „Unterbestand“ ist für mich nicht nachvollziehbar und falsch. Die Einsätze im Ausland, die Stages auf der OZD, Tiger, Fox usw. sind von der Chefetage gewollt. Diese Mitarbeitenden fehlen nirgends, nein –  sie arbeiten wie alle anderen auch.

 

Also, liebe Zollkreisdirektoren und Regionenkommandanten, hört auf, die restlichen fünf Arbeitszeit-Menüs weiter einzuschränken! Mit jeder Einschränkung wird die Attraktivität des Arbeitgebers Zoll und GWK weiter geschmälert. Man kann nicht von Mitarbeiterbindung reden und sich wundern, dass es nicht klappt, wenn man den Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Gestaltung der Arbeitswelt nimmt. Ich bitte zu bedenken, dass Mitarbeiterzufriedenheit und Anerkennung in einem direkten Zusammenhang stehen und nicht zu unterschätzen sind. Daher erlaube ich mir, geschätzte Herren Zollkreisdirektoren und Regionenkommandanten, Sie aufzufordern: Lasst die Menüs 1- 5 offen, ohne Einschränkungen – denn wer Anerkennung sät, wird sie auch zurückbekommen.

 

David Leclerc, Zentralpräsident Garanto

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