Gewerkschafter oder Tellerwäscher?

23.02.2012

Die Gewerkschaft garaNto setzt sich für die wirtschaftliche und soziale Besserstellung ihrer Mitglieder ein. Was in der Theorie abstrakt klingt, konkretisiert sich im Alltag: Täglich setzen sich die Mitglieder des Zentralvorstandes, der Sektionsvorstände und des Zentralsekretariats für die Anliegen ihrer Mitglieder ein: Hier eine Stellungnahme zu einer wichtigen Vorlage, dort die Beratung eines Mitgliedes.

55% der EZV-Mitarbeitenden schätzen dieses Engagement oder halten garaNto einfach die Treue, weil ihnen die Solidarität unter den EZV-Mitarbeitenden und -Pensionierten wichtig ist. Und was halten die anderen 45% von garaNto? Offensichtlich nicht viel. Sie stehen abseits, wobei man zwei Nichtmitgliedergruppen unterscheiden kann: Die Enttäuschten und die „Tellerwäscher“.

Die Enttäuschten haben garaNto den Rücken gekehrt, weil sie die Gewerkschaft für die Sparprogramme des Bundes wie auch für die Reorganisationen der EZV verantwortlich machen. Die Gewerkschaft habe versagt, weil sie diese negativen Entwicklungen nicht stoppen konnte (!) Manchmal wird auch bemängelt, die Gewerkschaft stehe zu „links“ oder sie sei zu „radikal“.

Tellerwäscher dagegen sind überzeugt, dass sie die Gewerkschaft nicht brauchen. Sie haben den legendären Tellerwäscher vor Augen, der sich von unten nach oben hinaufarbeitet, bis er auf der Teppichetage angelangt ist. Im Unterschied zu Gewerkschaftsmitgliedern schauen sie nur für sich selbst.

Allen Beschäftigten der EZV, den garaNto-Mitgliedern, den Enttäuschen und den Tellerwäschern rufen wir die wichtigsten gewerkschaftlichen Erfolge aus dem Jahre 2011 in Erinnerung:

  • Der parlamentarische Vorstoss von Nationalrat Bruno Zuppiger, der beim Bundespersonal 150 Millionen Franken einsparen wollte, konnte erfolgreich gebodigt werden.
  • Eine weitgehende Annäherung des Anstellungsrechts (BPG) an das Obligationenrecht, wie unter alt Bundesrat Merz geplant, ist vom Tisch.
  • Der Lohnabschluss 2012 lässt sich sehen: Alle Bundesangestellten erhalten 2012 1,2% mehr Lohn.
  • 50 Zollfachleute erhalten rückwirkend mehr Lohn. Das Bundesgericht hat bei der Umsetzung der Übergangsbestimmungen für Repetenten und Kursverschieber die gewerkschaftliche Haltung gestützt.

 Diese und weitere Erfolge sind nicht selbstverständlich, sie müssen Tag für Tag hart erkämpft werden. Das gewerkschaftliche Engagement geht auch 2012 weiter. Damit garaNto aber noch besser und stärker wird, braucht es die Unterstützung der ganzen EZV-Familie. Im heutigen schwierigen Umfeld gibt es keine Alternative zur Gewerkschaft. Deshalb rufen wir auch jene, die abseits stehen, zum Beitritt auf.

André Eicher, Zentralsekretär

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