Personalumfrage beim Bund erneut miserabel

07.09.2007
Skandalöse Untätigkeit des Bundesrats muss endlich aufhören!

 

Der Bundesrat nimmt an seiner heutigen Sitzung die neueste Personalumfrage in der Bundesverwaltung zur Kenntnis. Er kommt dabei sehr schlecht weg. Die Grundstimmung ist fortgesetzt, weil der Bundesrat provokativ untätig bleibt. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal der Gewerkschaften garaNto, PVB und VPOD und fordert die Landesregierung auf, endlich positive Konsequenzen zu ziehen und das Bundespersonal für die hohe Qualität seiner Arbeit und sein überdurchschnittliches Engagement zu belohnen. Die vor Wochenfrist bekannt gegebene Lohnpolitik und Abbau-Revision des Bundespersonalgesetzes sind leider das Gegenteil davon.

Der Bundesrat muss endlich aufhören, das Personal mit Abbaumassnahmen grundlos zu drücken und schlecht zu behandeln. Die längst fällige Wertschätzung könnte er leicht zeigen: Die unnötige Gesetzesrevision gegen das Personal fallenlassen und endlich die seit über 15 Jahren fehlende Reallohn-Erhöhung gewähren. Der Bund muss wieder ein vorbildlicher Arbeitgeber werden, im Interesse des ganzen Landes.

Die Personalumfrage zeigt klar, dass die Bundesangestellten überdurchschnittlich flexibel, treu und für die Arbeit motiviert und engagiert sind. Der Wille für das Allgemeinwohl qualitativ hochwertige Leistungen zu erbringen, ist ungebrochen. Die Umfrage zeigt aber ebenso sehr und erschreckend ein negatives Bild auf Arbeitgeberseite: mangelnde Wertschätzung seitens des Bundesrats, zu wenig Entwicklungschancen im Beruf, mangelhafter Wissenstransfer, ungenügende Information. Also ein miserables Zeugnis für die Vorgesetzten, insbesondere für die politischen Behörden. Das ist nicht neu. Aber der Bundesrat ist bisher provokativ passiv geblieben und hat aus früheren Umfrageergebnissen nie positive Konsequenzen gezogen. Nach der letzten Umfrage vor zwei Jahren passierte nichts. Das ist verantwortungslos gegenüber dem Personal, das überdurchschnittlich resigniert ist und im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger sehr gute Arbeit leistet. Personalumfragen machen so keinen Sinn.

Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB), 05.09.2007

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