Rentenalter 65 für Grenzwächter: Garanto fordert Arbeitserleichterungen ab 50

15.01.2019

Mit grossem Bedauern hat der Zentralvorstand ZV an seiner letzten Sitzung vom 7. Dezember 2018 vom Entscheid des Bundesrates, das Rentenalter 65 für Grenzwächter und Rentenalter 64 für Grenzwächterinnen ab 1.1.2020 einzuführen, Kenntnis genommen. Der ZV hat sich intensiv mit der Situation jener, welche vom Entscheid betroffen sind, also Grenzwächter und Grenzwächterinnen unter 50, welche weniger als 23 Dienstjahre aufweisen, beschäftigt. Es ist klar, nun muss eine massive Anpassung der Laufbahnkonzepte erfolgen. Der ZV sieht grossen Handlungsbedarf und fordert für Personen, die das 50. Altersjahr überschritten haben, Erleichterungen der Arbeitsbedingungen:

  • Dienste zwischen 22.00 und 5.00 nur noch auf freiwilliger Basis
  • die Schaffung von Arbeitsplätzen im Backoffice und mit erleichterten Arbeitsbedingungen
  • die Garantie eines Arbeitsplatzes in der EZV für gesundheitlich stark angeschlagene, damit sie bis 62 arbeiten können
  • Weiterbildungsmöglichkeiten bis 65, das heisst die Angehörigen des GWK sollen bis am Schluss betreut und geschult werden
  • neue Laufbahnkonzepte wie beispielsweise Bogenkarrieren
  • die freie Postenwahl ab 55, das heisst keine Einteilungen und Versetzungen mehr
  • die Besitzstandwahrung bei Übernahme einer andern Arbeit
  • die SIT-Ausbildung muss angepasst werden
  • Schwergewichts- Unterstützungseinsätze sollen nur noch freiwillig geleistet werden
  • die Möglichkeit, am Schluss Teilzeit arbeiten zu können mit Beteiligung des Arbeitgebers (Modell 80+10: Reduktion auf 80% wobei die Verwaltung 10% des Gehaltes übernimmt, sodass die Person schlussendlich 90% Lohn erhält)
  • eine freiwillige Überbrückungsrente des Arbeitgebers für gesundheitlich Angeschlagene zwischen 60 und 62 als Beitrag für den frühzeitigen Altersrückritt
  • die persönliche Ausrüstung muss leichter und gesundheitsverträglicher werden und dem jeweiligen Wetter, insbesondere der grossen Hitze, angepasst werden
  • die ergonomische Ausstattung der Arbeitsplätze und Dienstwagen
  • Wiedereinführung von 2h Sport pro Woche und andere fitnessfördernde Massnahmen auf Arbeitszeit
  • den Ausbau des gesundheitlichen Dienstes durch Beratungsleistungen für Ernährung und Bewegung
  • eine medizinische Untersuchung ab 60, finanziert durch die EZV
  • Beitrag an die Krankenkassenprämie
  • Aufnahme in die Liste der Funktionen gemäss Art. 88f BPV, die Anspruch auf eine Beteiligung des Arbeitgebers an der Überbrückungsrente haben.
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