Senkung des technischen Zinssatzes bei Publica: Erhöhung der individuellen Sparbeiträge

16.09.2014

Aufgrund der anhaltend tiefen Renditeerwartungen hat die Kassenkommission Publica am 18.10.2012 beschlossen, den technischen Zinssatz für die offenen Vorsorgewerke auf den 1. Januar 2015 zu senken. Um künftig tiefere Renten zu verhindern, hat das paritätische Organ des Vorsorgewerks Bund zeitgleich beschlossen, die Sparbeiträge zu erhöhen.

 

Der Bundesrat hat am 20.08.2014 die neuen Sparbeiträge im Vorsorgewerk Bund genehmigt. Mit dem technischen Zinssatz werden die am Kapitalmarkt zu erwartenden Erträge in den Berechnungen von Publica abgebildet. Es wird erwartet, dass die Erträge auch in Zukunft tief bleiben werden. Um das finanzielle Gleichgewicht von Publica langfristig zu erhalten, muss der technische Zinssatz von 3,5 auf 2,75% gesenkt werden.

 

Der technische Zinssatz bildet nebst der Lebenserwartung den Hauptbestandteil bei der Festlegung des Umwandlungssatzes. Dieser wiederum wird zur Berechnung der individuellen Rente benötigt. Sinkt der technische Zinssatz, sinkt auch der Umwandlungssatz und dadurch – ohne Gegenmassnahmen – auch die zu erwartenden Renten der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung.

 

Kassenkommission und Bundesrat haben sich dafür ausgesprochen, das bisherige Leistungsniveau trotz der Senkung des Umwandlungssatzes zu erhalten. Einerseits wurden dafür Rückstellungen gebildet, die per 01.01.2015 proportional auf die Altersguthaben der Mitarbeitenden verteilt werden, und andererseits werden die individuellen monatlichen Sparbeiträge erhöht. Der Bundesrat hat nun höhere Sparbeiträge genehmigt, die ab 1. Januar 2015 gelten werden.

 

Die Erhöhung der Sparbeiträge wird zu 80% durch den Arbeitgeber getragen. Sein Anteil wird durch die Senkung der Risikoprämie, den Wegfall der Beitragsentlastung sowie die Neugestaltung der Überbrückungsrente vollumfänglich kompensiert. Die verbleibenden 20% der Sparbeitragserhöhung übernehmen die Mitarbeitenden. Ihre individuellen monatlichen Sparbeiträge erhöhen sich, abhängig von Alter und Lohnklasse, um maximal 0,6 Prozentpunkte.

 

EPA (20.08.2014)


Die Verhandlungsgemeinschaft Bund (VGB) – mit Garanto, PVB, VPOD Bundespersonal und PV Fedpol – hat im Vorfeld nur durch zähe Verhandlungen erreicht, dass der Arbeitgeber die grösste Last (80%) der Erhöhung der Sparbeiträge trägt. (Red.)


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