Über Sinn und Unsinn

Macht es Sinn, sich zu engagieren, Mitglied in einem Verband zu sein? Oder ist es unsinnig, weil man machtlos ist und nichts ändern kann?

Ich werde mit viel Resignation und Enttäuschung konfrontiert in letzter Zeit. Verständlich bei dem momentanen Tempo der Veränderungen. Nun befinden wir uns, so hört man allerorts, in einer nächsten Revolution. Aber erleben wir wirklich eine solche? Oder ist es nicht viel mehr alter Wein in neuen Schläuchen? Nämlich neoliberale Ideologien und Reformismus?

Diese Ideen haben immer nur eine Antwort auf alle Probleme. Der Staat, die Bürokratie ist schuld. Der Staat greift zu stark in das ökonomische Geschehen ein. Er ist zu groß. Er muss auf seine angeblichen Kernaufgaben, Justiz und Polizei, Außenpolitik und Armee reduziert werden. Nur ein Minimalstaat ist ein guter Staat. Diese Litanei wiederholt der Neoliberalismus seit mehr als 60 Jahren.

Auch die permanente Reform und die damit verbundene Zerstörung des Vertrauens in gemeinsame Regeln und Einrichtungen haben etwas von Revolution. Man bewegt sich, aber man weiß weder wohin noch wo man am Ende landen wird?

Die Reformhysterie verhindert aber, dass man sich an die neuen Regeln gewöhnen kann. Sie untergräbt das Vertrauen, schafft Rechtsunsicherheit, erhöht die Kosten für Unternehmen und Bürger, gebiert bürokratische Monster und erschafft unerträgliche soziale Lagen. Die permanente Reform ist ein Klotz am Bein unserer Volkswirtschaft.“ *

Unsere Aufgabe bleibt somit, mal mässigend, mal ablehnend, mal vernünftig fordernd einzuwirken für gute Arbeitsbedingungen und Investitionen und dabei den Menschen in den Vordergrund zu rücken. Das macht immer Sinn!

Vorstand Sektion Rhein

(* aus "Die Reformlüge", Albrecht Müller, 2005)

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