Zentralvorstand: Fazit der Retraite

An der Dezembersitzung 2016 führte der ZV erstmals eine Retraite durch. Anhand der Fragen

- Wo sind wir im Moment dran?

- Was beschäftigt uns im Moment?

- Wie gehen wir weiter?

liess der ZV die beiden vergangenen Jahre Revue passieren und blickte in die Zukunft. Hier die Zusammenfassung:

Für die letzten beiden Jahre können wir, entgegen der allgemeinen Befindlichkeit, durchaus Errungenschaften vorweisen. Trotz der widrigen Umstände konnten wir EZV-intern etwas erreichen. Auch gewerkschaftsintern haben wir uns weiterentwickelt bzw. den Grundstein für eine schlagkräftigere Organisation gelegt mit der Einführung der DV. Mit unseren Aktionen und mit dem Pressecommuniqué Ende August 2016 haben wir wirksame Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Diese Ergebnisse  müssen wir aber noch besser kommunizieren.

Politisch lief es jedoch nicht so gut. Die rechtsbürgerliche Mehrheit im Parlament hat an der Sparschraube noch einen Zacken stärker gedreht. Es musste die zweite Nulllohnrunde hingenommen werden und weitere kurzfristige Kürzungen beim Personalkredit. Wir müssen deshalb für die Zukunft wohl Entlassungen hinnehmen.

Fehlschläge mussten wir beim Organisationsgrad hinnehmen. Dieser ist 2016 erneut gesunken. Dies ist ein Ausdruck der Glaubwürdigkeit von Garanto. Wir müssen oft reagieren und können nicht  mehr proaktiv agieren. Dass wir nur noch etwas Schlechteres verhindern können, wird von den meisten Mitgliedern und EZV-Angestellten als nicht zufriedenstellend empfunden. Um unsere Glaubwürdigkeit zu stärken brauchen wir aber einen höheren Organisationsgrad und eine überzeugte Kommunikation. Wir müssen schnell reagieren und wieder proaktive Vorschläge machen.

Politisch müssen wir wohl kämpferischer auftreten, vor allem gegen neue Sparprogramme. Wir wollen auch wieder eine allgemeine Lohnerhöhung, und dazu müssen wir uns mit Bundespolitikern und -politikerinnen vernetzen.

EZV-intern müssen wir als verlässlicher Partner für unsere Mitglieder auftreten. Für von Massnahmen betroffene Mitglieder sichern wir die optimale Hilfe auf organisationaler und individueller Ebene zu. Wir kämpfen für den Stellenerhalt und gegen mehr Stress am Arbeitsplatz. Wir weigern uns aus Spargründen für den gleichen Lohn immer mehr Aufgaben zu übernehmen und unsere Arbeitsbelastung ins Unermessliche steigern zu lassen.

Heidi Rebsamen, Zentralsekretärin

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Keine Angst vor der Personalbeurteilung! - Merkblatt Garanto

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